Kleve-Rindern: Mehr Angebote für Kinder
zuletzt aktualisiert: 19.05.2007Kleve-Rindern (RPO). Nachdem die Akademie der katholischen Landjugend in den vergangenen Tagen mit Hilfe von 22 Studenten der FH Düsseldorf und deren Professor eine Dorfanalyse in Rindern erarbeitet hatte, wurden gestern Abend die Ergebnisse den Dorfbewohnern präsentiert. RP-Mitarbeiter Tobias Kleinebrahm sprach darüber mit Thomas Tschöke, der das Projekt in Rindern leitete.
Was ist das Ziel einer solchen Dorfanalyse?
Thomas Tschöke Wir versuchen, die Meinungen, Standpunkte und Anliegen der Bewohner herauszuarbeiten, um daraus Entscheidungshilfen für Vertreter von Vereinen und Politik abzuleiten. Das können Empfehlungen sein für die Gestaltung der Kinder- und Jugendarbeit im Dorf oder das Vereinsleben. Ein zweites Ziel ist natürlich, dass die beteiligten Studenten an einem praktischen Beispiel sehen, wie eine Sozialraumanalyse funktioniert.
Wie oft haben Sie eine solche Dorfanalyse bereits durchgeführt?
Tschöke Wir von der Akademie der katholischen Landjugend haben bereits sieben solcher Dorfanalysen durchgeführt. Diesmal sind wir aber erstmals am Niederrhein und arbeiten auch zum ersten Mal mit der Fachhochschule Düsseldorf und Professor Ulrich Deinet zusammen.
Wie ging die Dorfanalyse vonstatten und wie haben die Rinderner darauf reagiert?
Tschöke Wir haben verschiedene Befragungen durchgeführt. Der Vorteil dabei ist, dass wir als Außenstehende Fragen stellen können, die Dorfbewohner so nicht stellen könnten, und wir bekommen andere Antworten als sie zum Beispiel der Pfarrer oder der Heimatverein bekommen würden. Entsprechend positiv, ja sogar herzlich, sind wir von den Rindernern empfangen worden. Viele haben sich gefreut, dass sie endlich mal erzählen konnten, was ihnen schon lange unter den Nägeln brennt.
Zu welchen Ergebnissen sind Sie gekommen?
Tschöke In der Integrationsfrage gibt es in Rindern kaum Probleme. 91 Prozent der von uns befragten Dorfbewohner und sogar 64 Prozent der Neuzugezogenen fühlen sich gut ins Dorfleben integriert. Nachholbedarf gibt es dagegen im Gemeindeleben der katholischen Kirche. Hier wünschen sich die Rinderner mehr Mitsprache, offenere Gottesdienstformen und mehr Angebote für Kinder und Jugendliche.
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