Kleve: Mehr Zeit zum Trödeln
VON PETER JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 09.09.2010Kleve (RPO). Die Kranenburger Ortschaft Mehr organisiert am Samstag einen besonderen Markt. Man kann im Dorf von Haus zu Haus wandern und sich auf Schatzsuche begeben. Anlaufstelle ist die "Alte Schule" in der Dorfmitte.
Antenne sendet
Der lokale Radiosender Antenne Niederrhein wird von 10 bis 14 Uhr am Samstag von der "Schatzsuche" in Mehr senden. Der Ü-Wagen wird an der "Alten Schule" stehen. Moderiert wird die Sendung von Katrin Gerhold und Tommi Bollmann. Der Sender stiftet eine Reise, die unter den Kunden des Marktes über Glückskugeln verlost wird.
kranenburg-Mehr Wer sich dafür interessiert, wie es in anderen Kellern, Scheunen oder Garagen aussieht, der hat am Samstag, 11. September, von 10 bis 18 Uhr, gute Chancen, die Abstellräume eines nahezu ganzen Dorfes kennen zu lernen. Die Kranenburger Ortschaft Mehr lädt zu einem Trödelmarkt der besonderen Art ein. Aber nicht auf einem zentralen Platz, auf dem dann die mittlerweile handelsüblichen Stände mit Pommes oder Schraubenzieher platziert sind, sondern auf privatem Grund und Boden mit nicht alltäglichen Angeboten. In zahlreichen Häusern und auf Höfen der Kranenburger Ortschaft werden Sachen präsentiert, die man direkt beim Anbieter besichtigen und kaufen kann. Zehn Prozent des Umsatzes sind für die gemeinnützige Klever Einrichtung Palette sowie für die Erhaltung der "Alten Schule" in Mehr bestimmt.
Auf der Suche
Friedhelm Kahm, Präsident des Schützenvereins, ist Initiator des alternativen Trödels. "In jedem Haus, vor dem ein Sonnenschirm steht, werden Sachen angeboten", erklärt Kahm. So lädt Mehr zu einer Wanderung durch den Ort ein, immer auf der Suche nach Schnäppchen. Anlaufstelle ist die Ortsmitte. Auf dem Platz an der "Alten Schule" gibt es einen Kinder-Flohmarkt, eine Hüpfburg und weitere Attraktionen für den Nachwuchs. Hier erhält man auch die "Schatzkarte". Neben den Orten, sind dort auch die angebotenen Artikel aufgeführt,
"Das Besondere an unserem Flohmarkt ist, dass man hier im Naturschutzgebiet spaziert, schöne Höfe und Häuser sieht und zudem noch interessante Angebote besichtigen kann", weiß Friedhelm Kahm um die Vorzüge des dentralen Marktes, der von dem Mehrer Sport-, Schützen- und Theaterverein unterstützt wird.
Die Palette der angebotenen Waren ist nur schwerlich in eine Kategorie zu packen. Vom Neunpunkt-Nadeldrucker über Liköre und Schlauchboote bis ihn zu klassischen Antiquitäten wie Porzellan oder Röhrenradios reicht der Waren-Mix. Doch bieten die Mehrer weit mehr: So wird etwa Organist Johannes van Lier in der Kirche nicht nur religiöse Gegenstände anbieten, sondern auch eine Führung um das Gotteshaus. Anhand von Spuren im Mauerwerk wird die Geschichte der Kirche erzählt.
Für das leibliche Wohl ist ebenfalls flächendeckend gesorgt. Neben dem Ausgangspunkt "Alte Schule" wird auch bei einigen Teilnehmern des alternativen Marktes Verpflegung angeboten. Was bei dem Verkauf an Umsatz erzielt wurde, wird um 18 Uhr in der "Alten Schule" ausgewertet. Die dorfeigene Band "Hands up" soll dann für einen unterhaltsamen Abschluss sorgen.
Auf der Suche danach, was der Flohmarkt mit den standardmäßigen noch gemein hat, ist Kahm trotz des bislang einmaligen Projekts fündig geworden: "Gefeilscht wird bei uns auch."
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