Kleve: Mit Fröhlichkeit und Disziplin
VON NATALJA BRUCK - zuletzt aktualisiert: 26.02.2010Kleve (RPO). Seit fast drei Monaten führt Stefan Burs als neuer Dirigent der Städtischen Singgemeinde Kleve mit Disziplin und viel Spaß durch die Chorproben. Anlass genug für den Neuen, die Konzertpläne der Singgemeinschaft vorzustellen.
Das würde passen, dachte sich Kirchenmusiker Stefan Burs, als die Städtische Singgemeinde im vergangenen Herbst einen neuen Dirigenten suchte. Burs, der seit 1996 als Kirchenmusiker und Chorleiter in Emmerich tätig ist, hatte schon länger den Wunsch, neben dem Kirchenchor auch noch einen weltlichen Chor zu leiten. Nach einigen Proben mit mehreren Bewerbern stimmte die Singgemeinschaft ab – und entschied sich für Burs.
Große Pläne
"Wichtig ist nicht, wer ich bin, sondern was wir planen", erklärt Burs bescheiden. Und vorgenommen hat sich die Singgemeinschaft so einiges. "Am 29. Mai führen wir die "Messa da Gloria" von Puccini auf", berichtet Ulrich Schambert, 1. Vorsitzender der Singgemeinschaft, "und in der Vorweihnachtszeit geben wir ein Adventskonzert mit Musik von Bach." Die Pläne der Singgemeinschaft gehen aber noch weiter. Mehrere Termine für 2011 stehen schon, geplant hat Burs aber bereits bis 2014. Dabei war es gar nicht so einfach Musikstücke zu finden, die die Singgemeinschaft im Laufe der Jahre noch nicht aufgeführt hatte. Stefan Burs wurde schließlich bei Puccini fündig. "Die "Messa da Gloria" ist nicht nur ein feierlicher Einstieg für das erste Konzert mit neuem Dirigenten, sondern auch einem Chor der Größe der Singgemeinschaft angemessen", erklärt Burs.
Der Förderverein
Der Freundeskreis der Singgemeinschaft Kleve besteht seit Mitte der 1990er Jahre.
Ziel des Fördervereins ist es, die Städtische Singgemeinschaft durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und die Suche nach Sponsoren bei der Finanzierung von Konzerten und Deckung der Kosten zum Beispiel für Noten zu unterstützen.
Nähere Informationen gibt es bei Werner Gebing unter w.gebing@t-online.de.
Und groß geworden ist die Singgemeinschaft. Gerade in den letzten Wochen haben sich viele ehemalige Mitglieder wieder angemeldet, Neue sind dazugekommen. "Wir haben inzwischen knapp 80 Mitglieder, das macht ein Mehr an 25 Prozent", berichtet Schambert zufrieden. Besonders der Zuwachs an Männern freut den Chor, denn die sind in Laienchören oft Mangelware. "Inzwischen wird unser Proberaum schon ziemlich eng", lacht Stefan Burs, "was aber nicht heißt, dass wir niemanden mehr aufnehmen würden."
Besonders freuen sich die Sängerinnen und Sänger in diesem Jahr noch auf die Chorreise, die sie im Oktober nach Wien führt. Höhepunkt des Aufenthalts wird ein Konzert mit der Aufführung der Puccini-Messe in der Peters-Kirche sein. Begleitet wird die Singgemeinschaft dabei von einem Wiener Orchester.
Eine besondere Reise
Obwohl die Singgemeinschaft im Laufe der Jahre zahlreiche Reisen unternommen hat, wird diese etwas Besonderes. Zum ersten Mal begleiten Mitglieder des Fördervereins der Singgemeinschaft den Chor. "Wir freuen uns, das wir für die Unterstützung des Freundeskreises endlich etwas zurückgeben können", erklärt Ulrich Schambert.
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