Kranenburg: Mit Memory auf den Markt
VON PETER JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 02.12.2009Kranenburg (RPO). Die 24. Auflage des Kranenburger Nikolausmarktes verspricht Besinnliches zwischen Buden und Bürgerhaus. Das besondere Angebot aus dem Hause der Gemeindeverwaltung ist diesmal ein Denkspiel mit Motiven der Heimat.
Jakob Voß ist Vorsitzender des Verkehrsvereins Kranenburg. Er kümmert sich seit Jahrzehnten um den Nikolausmarkt in der Grenzgemeinde, den der Verein zusammen mit der Gemeinde organisiert. Voß hat die Anfänge miterlebt, als der Markt zunächst nur im Bürgerhaus stattfand. Seit 2001 stehen auch auf der Mühlenstraße Buden. "Ich bin sehr zufrieden, wenn ich sehe, wie sich der Markt entwickelt hat", sagt der Vorsitzende des Verkehrsvereins. Kann er auch sein. Denn in Kranenburg wird schon sehr genau darauf geachtet, ob ein Aussteller ins Konzept passt oder sein Angebot besser auf dem Rummel aufgehoben ist. So wurde etwa einem Fahrgeschäft abgesagt, das in der Vergangenheit mit musikalischen Darbietungen Marke Autoscooter-Betrieb nicht gerade angenehm auf sich aufmerksam machte.
Keine Expansionspläne
Von der Gemeinde Kranenburg organisieren Annemarie Nickesen und Manfred Janssen den vorweihnachtlichen Basar, der am 5./6. Dezember stattfindet. 40 Stände sind im Bürgerhaus untergebracht, 24 Buden auf der Mühlenstraße. Janssen ist weit davon entfernt, sich großen Expansionsplänen hinzugeben: "So wie der Markt derzeit ist, reicht er für Kranenburg völlig aus." Die Besucher-Resonanz gibt ihm recht. Etwa 70 Prozent der Anbieter gehören zur Stammbelegschaft beim Nikolausmarkt. Der Rest sind wechselnde Aussteller. Ein Augenmerk haben die Kranenburger auch darauf gelegt, dass ihr Angebot nicht zu einer Meile verkommt, auf der die Nahrungsmittelaufnahme im Vordergrund steht. Neben den bewährten Extras wie weihnachtliche Musik und dem Eintreffen des Nikolaus' am Sonntag, 6. Dezember, 16 Uhr, hat sich auch die Gemeinde wieder Mühe gegeben, ein neues Präsent auf den Markt zu bringen.
Im vergangenen Jahr waren dies Glasuntersetzer mit Kranenburger Motiven. An den Bildern aus der Heimat hat man sich offenbar festgebissen, denn diesmal wird ein Memoryspiel mit Aufnahmen aus der Grenzfeste am Gemeindestand angeboten. Janssen versichert: "Mit dem, was wir dort an Produkten, die sich mit Kranenburg beschäftigen, verkaufen, wird man einige Meter unter dem Tannenbaum füllen können."
Auch für die Kinder dürfte sich der Nikolausmarkt mittlerweile zum Markt ihres Vertrauens entwickelt haben. Der Hanna-Heiber-Express dreht wieder seine Runden durch den Ortskern und das Team des Jugendheims "Train-Stop" fordert die Kreativität im Bürgerhaus heraus. Eröffnet wird der Markt am Samstag, 5. Dezember, um 11 Uhr, von Bürgermeister Günter Steins. Beenden werden ihn Trompetenklänge. Sonntag, 6. Dezember, um 18 Uhr, erklingen diese vom Mühlenturm.
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