Kleve: Moderner kindgerechter Bau
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 16.05.2008Kleve (RPO). Die Sankt Michael Schule Reichswalde wird saniert und bekommt einen Neubau, der ab 2009 die ausgelagerten Klassen aufnehmen wird und die alten Pavillonbauten ersetzt. Insgesamt investiert die Stadt 1,2 Mio Euro.
kleve-reichswalde Es soll eine schöne Schule werden. Eine Schule, die die Natur von draußen nach drinnen in die Klassenzimmer trägt, die Ausblick und Einblick lebt. „Wir wollen dort nur Naturmaterialien verbauen: Parkett statt Linoleum, Natursteinböden“, sagt Alfred Jansen, Architekt bei der Stadt Kleve und für die Grundschulen zuständig. Er hat die Idee dieser Schule in einem Vorentwurf formuliert, der dann mit dem Architekturbüro Lemmens ausgearbeitet wurde. Es war mit Blick auf Pläne und Ansichten eine fruchtbare Zusammenarbeit, die der Stadt ein weiteres gutes Schulgebäude und eine Idee von Schule bringt: Die Idee, hier von Reichswalde hinaus in die Landschaft zu schauen durch gläserne Wände, die mit zarter Farbigkeit das Licht einfangen sollen.
Pavillons ersetzt
Die Pavillons wurden in den Weihnachsferien 2007 abgerissen. Der Neubau, der sie ersetzt, wird 330 Quadratmeter Nutzfläche bringen. Neben dem Büro Lemmens ist für die Statik Dipl.Ing Neinhuis zuständig.
Baubeginn ist in den Sommerferien, Fertigstellung im Frühjahr 2009.
Soweit die Idee. Bis jetzt gibt’s auf dem Schulhof der St.Michael Grundschule einen bunten Bauzaun, der zusammen mit dem Berufskolleg gestaltet wurde und jetzt nach und nach von den Schülern ausgearbeitet wird. Dahinter entsteht der neue Anbau für zwei Klassenzimmer und zwei Differenzierungsräumen für rund 550 000 Euro. Gleichzeitig wird die 55 Jahre Schule saniert: Sie bekommt einen Wärmedämmputz, endlich neue Fenster. Dach und Heizung waren gerade fertig.
Keine Kredite
„Insgesamt werden wir in die Maßnahme rund 1,2 Millionen Euro investierthaben“, rechnet Kleves Technischer Beigeordenter Jürgen Rauer vor. Dafür wird die Stadt keine Kredite aufnehmen, sondern die Geld-Rückläufe vom Land für die Industriestraße verwenden. „Wir werden bald unsere Grundschulen saniert haben. Schule wird in der Stadt Kleve weiter großgeschrieben“, sagte gestern Kleves Bürgermeister Theo Brauer. Er freue sich besonders, dass damit endlich die Pavillon-Bauten an Grundschulen Vergangenheit sind.
Nahe Zukunft ist dagegen der Bau, der 2009 die Kinder aufnehmen wird. Architekt André Lemmens schuf in enger Zusammenarbeit mit der Stadt ein Haus für die Kinder, das gleichzeitig modern und kindgerecht ist, das Wert auf eine schöne Farbigkeit legt und über große Fensterflächen verfügt. Das aukragende Dach und eine Veranda aus Stahl und Holz, in der hölzerne Lamellentüren stehen, bringen den nötigen Sonnenschutz für die Räume. Teils wird der Bau verklinkert, teils verputzt. Der Neubau ersetzt die alten Pavillonbauten und verfügt über Reserveflächen, falls sich die Anmeldezahlen an der Schule weiter erhöhen.
„Die Stadt Kleve ist bei ihren Schulen gut aufgestellt“, freute sich Theo Brauer, der massiv die Sanierung der Schulgebäude vorangetrieben hat. Der Neubau an der Christus-König-Schule, ebenfalls ein Lemmens-Entwurf, ist schon fortgeschritten, die Marienschule in der Endphase der Sanierung.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







