Kleve: Mörderisch lange Zeit
zuletzt aktualisiert: 14.05.2007Kleve (RPO). kreis kleve Der Vorstand der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung sucht heute Abend einen Kandidaten, der der Mitgliederversammlung als neuer Kreisvorsitzender vorgeschlagen wird. Mit Alfons A. Tönnissen, der bei der letzten Versammlung nicht mehr im Amt als Kreisvorsitzender bestätigt wurde, aber ohne Nachfolger blieb, sprach gestern RP-Redakteur Ludger Distelkamp.
Treten Sie noch mal an?
Alfons A. Tönnissen Ich habe meinen Stellvertreter Markus Uppendahl gebeten, Sondierungsgespräche zu führen.
Und das Ergebnis lautet?
Tönnissen Das wird heute Abend im Kreisvorstand diskutiert. Nach Klärung der Personalfragen, wer im nächsten Kreisvorstand vertreten sein soll, wird der Zeitpunkt festgelegt, wann die Mitgliederversammlung stattfinden wird.
Ihre Aussagen sind mir zu dünn. Gehen Sie aus der Politik raus?
Tönnissen Genau so wenig wie ich aus der katholischen Kirche austrete, werde ich die Politik verlassen. Ich kann nur sagen, dass die 21 Jahre, in denen ich Politik mache, eine mörderisch lange Zeit sind.
Warum haben Sie es denn dann getan?
Tönnissen Wir haben eine offene Gesellschaft. Ohne ehrenamtliches Engagement stirbt die Demokratie, glatte Berufspolitiker haben wir genug. Für mich waren der Umbruch in der DDR und die Wiedervereinigung eine Herausforderung. Es sind viele Kontakte entstanden und geblieben, beispielsweise zu Dr. Regina Götze in Fürstenwalde, mit der ich weiterhin Kontakt durch meine Arbeit im Bundesvorstand der Mittelstandsvereinigung habe. Ein leuchtendes Beispiel für Engagement in der Demokratie ist für mich der Klever Unternehmer Karl Kisters, der auch in der ehemaligen DDR aktiv war. Menschen wie Karl Kisters fehlen der Demokratie.
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