Kleve/Kalkar: Nach ASE verlässt auch Quantron Kleve
VON LUDGER DISTELKAMP - zuletzt aktualisiert: 20.03.2007Kleve/Kalkar (RPO). Nachdem die Firma ASE in der vergangenen Woche ihren Umzug nach Goch mit knapp 40 Arbeitsplätzen mitgeteilt hatte, gab gestern ein weiteres Unternehmen bekannt, dass es Kleve verlassen wird: Die Bruker-Quantron GmbH, Hersteller von Spektrometern für die Metallanalyse, wird ab Mitte April in Kalkar ansässig sein. Mit dem Weggang wird die Kreisstadt weitere 40 Jobs verlieren.
Umsatzboom
Der Betriebssitz werde in der Nicolaistadt künftig im ehemaligen Gebäude von Labtec sein, erklärte Heiner Hofmann auf Anfrage der RP. Der Vertriebsassistent von Bruker-Quantron führte aus, dass der Standort in Kleve an der Tiergartenstraße mit 600 Quadratmetern zu klein geworden sei.
Das rasante Wachstum und der Umsatzboom seit Gründung der Firma im Jahr 2002 seien der Grund, warum das Unternehmen die Fläche mit 2800 Quadratmetern annähernd verfünffache. „Wir haben das entsprechende Gebäude in der Kreisstadt nicht gefunden, obwohl sich Bürgermeister Theo Brauer mehrere Tage Zeit für die Suche mit uns genommen hatte“, sagte Hofmann. Die Funktionalität des Hauses und der Preis hätten schließlich den Ausschlag für Kalkar gegeben.
Quantron war 2002 unter anderem von Paul K. Friedhoff gegründet worden. Ende vergangenen Jahres war der Betrieb an Bruker AXS verkauft worden. Friedhoff ist als Gesellschafter aus der Bruker-Quantron GmbH ausgeschieden, ist aber hier noch Geschäftsführer. Der Klever Betrieb ist eine Tochter von Bruker AXS. Diese Firma gehört zur Bruker-Gruppe, die nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von 800 Millionen Dollar erzielt.
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