Weeze: Nachbarn stehen auf Airport
VON CORINNA KUHS - zuletzt aktualisiert: 05.03.2007Weeze (RPO). Die niederländische Provinz Gelderland baut auf den Airport Weeze. Der Regionalminister besuchte den Flughafen und sicherte Unterstützung zu – allerdings keine finanzielle. Er hofft auf Flugziele innerhalb Deutschlands.
Schön sei er, der Airport Weeze. „Sieht gut und modern aus“, befand gestern Nachmittag René van Diessen, Regionalminister der niederländischen Provinz Gelderland, nach seinem ersten Besuch auf dem Flughafen. Allerdings: „Der Weg sollte einfacher sein“, sagte er. Und genau da könnte es für den Airport Weeze interessant werden: Van Diessen sieht den deutschen Flughafen als wichtig für die Provinz Gelderland an.
Anbindung verbessern
Nur die Anbindung, die könne besser sein: „Wir müssen untersuchen, was wir tun können, um die Erreichbarkeit aus den Niederlanden zu verbessern. Das wären größere Investitionen.“ Airport-Geschäftsführer Ludger van Bebber stimmte zu: „Daran werden wir schnell weiterarbeiten müssen.“
Hauptstadt Arnheim
Die Hauptstadt der niederländischen Provinz Gelderland ist Arnheim, die größte Stadt Nimwegen.
Beide Städte werden den Airport Weeze unterstützen und zum Beispiel in Broschüren erwähnen, erklärte René van Diessen, Regionalminister der Provinz, gestern auf dem Flughafen.
Schon jetzt kommen rund 40 Prozent der Passagiere, die den Airport Weeze nutzen, aus dem Nachbarland. Die Nähe ist es, die nun auch die Provinz Gelderland für sich nutzen möchte. „Das ist für uns ein wichtiger Airport“, so van Driessen. Er liege für viele Bürger aus dem Gelderland näher als die Flughäfen in den Niederlanden.
Profilierung
„Wir unterstützen den Flughafen“, erklärte van Driessen – betonte aber, dass er keine finanzielle Unterstützung meint. Vielmehr setzt die Provinz auf eine Profilierung, indem sie neben guter Bahn- und Autoverbindungen nun auch auf einen guten Flughafen hinweisen könne.
Das seien Vorteile, die Unternehmen zur Ansiedelung im Gelderland sähen, so van Driessen. Er hofft, dass von Weeze aus künftig weitere Flugziele angesteuert werden, die vor allem für Geschäftsleute interessant seien: „Paris zum Beispiel“, schlug der Regionalminister vor. „Und München und Berlin.“
Ludger van Bebber freut sich über den guten Kontakt zu den niederländischen Nachbarn. Denn auch der Flughafen profitieren von der Nähe: „Wir erwarten im gewerblichen und logistischen Bereich auch Investitionen aus den Niederlanden.“
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