Kleve: Neue Beratungsstelle für Langzeitarbeitlose
VON LUDGER DISTELKAMP - zuletzt aktualisiert: 05.07.2010 - 10:37Kleve (RPO). 3800 erwerbsfähige Hartz IV-Hilfeempfänger leben in der Stadt Kleve. Die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen, die länger als ein Jahr ohne Stelle sind, solle "noch dienstleistungsorientierter" werden, um die Menschen in Arbeit zu bringen, sagte Bürgermeister Theo Brauer.
Dabei sei viel Einfühlungsvermögen notwendig, das die Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf bewiesen hätten. Denn es handele sich um um ein "schwieriges Klientel" (keine Ausbildung, Suchtprobleme oder schwierige Familienverhältnisse), um eine nachhaltige Vermittlung zu gewährleisten, sagte Eduard van den Bruck, Fachbereichsleiter Beratung und Integration beim Berufsbildungsträger SOS Kinderdorf. Diese sei auch überprüft worden. Über 60 Prozent der Langzeitarbeitslosen, die durch SOS Kinderdorf eine neue Lebensperspektive erhalten hätten, seien noch ein Jahr nach der Vermittlung in Arbeit.
Das SOS Kinderdorf Niederrhein, das mit dem Berufsbildungsträger Theodor-Brauer-Haus sowie dem Fachbereich Arbeit und Soziales der Stadt Kleve den Langzeitarbeitslosen im Auftrag des Rathauses Beschäftigungen besorgt, hat eine neue Beratungsstelle in Kleve. Die vier Arbeitsvermittler, so genannte Fallmanager, sind von der Verwaltungsnebenstelle an der Lindenallee 33 ins Haus Lindenallee 23/Ecke Weyerstege umgezogen.
"Die Arbeitsmarktnähe des SOS-Fallmanagements wird belegt durch eine eindrucksvolle und nachhaltige Vermittlungsquote auf den Arbeitsmarkt von rund 27 Prozent pro Kalenderjahr über einen Zeitraum von zehn Jahren", betonte bei der Eröffnung Falko van Bruck, Geschäftsführer von SOS Kinderdorf. Gründe dafür seien die Qualifizierungsangebote des Bildungsträgers und die Kontakte zu Firmen. Beim Start der der kommunalen Vermittlungs-Tätigkeit vor fünf Jahren habe der damalige Kreisdirektor und heutige Landrat Wolfgang Spreen nur mit einer Quote von elf Prozent gerechnet, so Eduard van den Bruck.
Die vier Vermittler von SOS in Kleve, die 300 Langzeitarbeitslose betreuen, sind: Jutta Borger, Telefon 97699-12, Maritza Wiersma, Telefon 97699-14, Martin Winkler, Telefon 97699-15, und Nils Szymanski, Telefon 97699-13.
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