Kleve/Bedburg-Hau/Kranenburg: Neue Schulen für Klever Kinder
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 18.01.2012Kleve (RP). Am Dienstag stellte die Planungsgruppe Schulentwicklung "Längeres gemeinsames Lernen in Kleve, Bedburg-Hau und Kranenburg" die ersten Ergebnisse vor. Gesamtschule und Sekundarschule werden eng kooperieren.
Die Zeichen stehen auf Zuversicht in der Planungsgruppe zur neuen Schulstruktur in Kleve, Bedburg-Hau und Kranenburg. "Bei uns herrscht Aufbruchstimmung", sagte gestern Jürgen Schmitz, Leiter der Klever Ganztags-Realschule an der Hoffmannallee, die zur Gesamtschule wird. Auch Gabriele Pieper, die für die künftige Sekundarschule spricht, ist guter Dinge, den Eltern und Kindern ein attraktives Schulangebot im Klever Land bieten zu können. Gestern stellte die Planungsgruppe erste Ergebnisse der Planungen für die neuen, interkommunalen Schulen vor.
Es gehe darum, allen Kindern eine Chance zu bieten, eine schulische Laufbahn einzuschlagen, die sie möglichst weit bringen wird. "Wir können nicht alle Kinder, die sich bei uns anmelden, zum Abi bringen", sagt Schmitz. Aber jeder sollte die Chance dazu haben und vor allem sollen sie länger gemeinsam lernen. Das wollen künftig die beiden für das Klever Land neuen Schulformen Gesamtschule und Sekundarschule garantieren. Beide bereiten die Kinder von der 5. bis zur 10. Klasse integriert für eine mögliche Fortführung der Schullaufbahn bis zur allgemeinen Hochschulreife vor, beide kooperieren eng.
Workshop für Eltern
Die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen laufen vom 13. bis zum 15. Februar. Die Eltern sollen bei Gesamt- und Sekundarschule erste und zweite Präverenz angeben können. Die Schulämter hoffen, dass alle am ausgewählten Standort einen Platz bekommen werden. Am Donnerstag 26. Januar, 19.30 Uhr gibt es einen Elternworkshop im Sebus.
Schmitz möchte dazu in der 6. Klasse als zweite Fremdsprache auch Niederländisch anbieten. Nach der 8. Klasse soll auch für Spätentwickler der Einstieg in eine zweite Fremdsprache möglich sein. "Beide Schulen verstehen sich als G9-Bildungsgänge", sagen Schmitz und Pieper. Beide Schulen wollen von Beginn an Inklusion, also die Integration von behinderten Kindern, praktizieren. Die Schulen werden als gebundene Ganztagsschulen angeboten, beide bekommen zusätzliche Lehrer, die auch die Zulassung für die gymnasiale Oberstufe (S II) haben.
Letztlich habe man zwei Gesamtschulen bis zur 10. Klasse und eine Oberstufe, hieß es gestern unisono von den Mitgliedern der Planungsgruppe. "Wenn wir das den Eltern vermitteln können, dann müssen wir uns um den Bestand der Schulen in Bedburg-Hau und Kranenburg keine Gedanken machen", sagten die Schulamtsleiter der beiden Gemeinden, Manfred Janßen (Kranenburg) und Georg Sevelen (Bedburg-Hau). Denn die Sekundarschule wird in drei Gebäuden starten – in der St. Markus-Schule, der Hanna-Heiber-Schule und dem ehemaligen Sebus-Gymnasium. "Wenn die Eltern die Sekundarschule akzeptieren, haben die Kinder kurze Schulwege", sagen sie.
Internet Alles zur neuen Schullandschaft www.rp-online.de/kleve
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