Kreis Kleve: Neue Struktur: Zoll unter einem Dach
VON SEBASTIAN DALKOWSKI - zuletzt aktualisiert: 02.12.2008Kreis Kleve (RPO). Kontrolleinheiten des Zolls unter einem Dach: Die Umstrukturierung des Zolls im Bund hat auch Folgen für die Region. Seit dem 1. November sind die Kontrolleinheiten „Verkehrswege“ (früher: Mobile Kontrollgruppen) und „Bekämpfung der Schwarzarbeit“ beim Hauptzollamt Duisburg im neuen Sachgebiet „Kontrollen“ für den gesamten Bezirk zuständig. Darunter fallen die Kreise Wesel und Kleve sowie die kreisfreien Städte Duisburg, Essen, Oberhausen und Mühlheim.
70 Zöllner im Einsatz
Jutta Hoolmans, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Duisburg, erklärt den Grund für die Umstrukturierung: „Auf diese Weise können Kollegen aus der anderen Abteilung einfacher zur Unterstützung dageholt werden.“ Rund 70 Zöllner und vier Rauschgift- und Tabakspürhunde sind im Einsatz.
Die Zusammenarbeit kann dann in Zukunft so einsehen: Wenn Zöllner der Einheit „Verkehrswege“ ein Auto auf Rauschgift untersuchen, können sie bei Verdacht auf Schwarzarbeit Zöllner der Einheit „Bekämpfung der Schwarzarbeit“ dazuholen. Diese neue Zusammenarbeit ist am Standort Emmerich auch räumlich sichtbar. Dort liegen die Büros auf einem Flur.
Die Einheit muss aber noch zusammenwachsen, betont Hoolmans. Es werde immer Spezialisten für Verkehrswege und für Schwarzarbeit geben. Aus den zwei Einheiten in einem Sachgebiet wird also nie eine Einheit werden.
Ein Einsatzschwerpunkt, der sich erst in den vergangenen Monaten entwickelt hat, ist der Flughafen Weeze. Lange Zeit landeten dort nur Flieger aus EU-Ländern. Da dort wegen des Schengener Abkommens keine Personenkontrollen vorgesehen sind, hielt sich der Aufwand für den Zoll in Grenzen. Seitdem in Weeze aber auch Flugzeuge aus Drittländern landen, braucht der Zoll dort mehr Personal, um zum Beispiel auf Rauschgift oder große Mengen an Bargeld zu kontrollieren. Beträge über 10 000 Euro müssen gemeldet werden.
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