Kleve: Opschlag: Ein Stück Bad Cleve
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 14.06.2010 - 08:47Kleve (RPO). 10 Millionen Euro wird alltours-Chef Willi Verhuven in seiner Heimatstadt in einen prächtigen, an die Klever Bäderarchitektur erinnernden Großbau am Opschlag investieren, der den Stadtbezirk deutlich aufwerten wird.
Schon die Zeichnung zeigt: Hier soll Qualität entstehen, Hochwertiges. Hier soll an eine Zeit gedacht werden, als der Klever Bürgerstolz sich auch in den Häusern ausdrückte, als die Villen und das Kurhaus entlang der Tiergartenstraße entstanden. Dafür nimmt der Gründer einer der größten deutschen Reiseveranstalter, alltours-Chef Willi Verhuven, 10 Millionen Euro in die Hand und setzt ein großes Ausrufezeichen mitten auf den Opschlag.
Dafür verpflichtete der Unternehmer, der 1974 mit seinem Geschäft in einem kleinen Reisebüro an der Kirchstraße in Kleve startete, mit HPP Hentrich-Petschnigg & Partner ein renommiertes, traditionsreiches Architekturbüro. Das baut modern ebenso wie nach historischen Vorbildern. Jenes Büro, das die berühmte Hotelanlage in Heiligendamm restaurierte. Der Klassizismus, in dem der neue Bau in Kleve geplant ist, ist ihnen also gar nicht fremd.
Viele Besucher
Kleves Kämmerer Willibrord Haas freute sich, dass die Investition in den Opschlag von 1,8 Millionen Euro sich so schnell bezahlt mache. "Das war mit eine wichtige Voraussetzung für die Investition in das Gesundheitszentrum", sagte er gestern bei der Vorstellung. Kleves Technischer Beigeordneter Rauer glaubt, dass der Planungsansatz das ist, was sich viele an dieser Stelle wünschen.
Grüner Innenhof
Das Gebäude wird sich über den ganzen Innenhof bis hin zur Grabenstraße ziehen und einen Durchgang über einen lauschigen Innenhof ermöglichen. Im Parterre ist Gastronomie vorgesehen, in dem Gebäudekomplex werden mehrere Facharztpraxen, Reha-Einrichtungen, ein Physiotherapeut sowie ein kleines medizinisches Fitnesscenter von 500 Quadratmetern Platz finden, so alltours-Sprecher Stefan Suska.
Er stellte das Projekt für seinen Chef vor, der in Kleve als Privatmann, als Klever, investiert. Dazu kommen Wohnungen. "70 Prozent der Gewerbeflächen sind bereits vergeben", sagte Suska bei der Vorstellung gestern im Rathaus Kleve. Der Neubau wird 4500 Quadratmeter Nutzfläche haben und eine Tiefgarage mit 60 Einstellplätzen. Die Tiefgarage wird von der Grabenstraße aus angefahren.
Die Grabenstraße, die bisher eher Hinterhof Charakter hat, wird sich durch das dort nochmals größere Gebäude grundlegend ändern. Verhuven hofft, so Suska, dass der Neubau aber auch auf die Nachbarbebauung am Opschlag ausstrahlt und die Besitzer der dortigen Gebäude vielleicht animiert, ihre Häuser ebenfalls aufzuwerten. Gewiss wird der Bau aber auch mit Blick auf die Unterstadt und die dort geplanten Bauten ein klares Zeichen setzen.
Kleves Bürgermeister Theo Brauer freute sich, dass der Gründer eines der bedeutendsten Reiseveranstalter der Republik (so Brauer) so hochwertig in seiner Heimatstadt investiert.
Und dass er nicht nur in ein Gebäude investiert, sondern mit dem geplanten Gesundheitszentrum auch Arbeitsplätze schaffen wird. Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer versprach, das "Unmögliche möglich zu machen": in nur zehn Wochen dafür zu sorgen, dass der Baubeginn im Frühherbst realisiert werden kann.
Dass Willi Verhuven es mit der Qualität für seine Heimatstadt ernst meint, hat er unlängst mit der hochwertigen Renovierung der Fassade seines Reisebüros an der Hagschen Straße bewiesen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







