Kleve: Pax Christi ehrt Norbert Arntz
zuletzt aktualisiert: 28.02.2011 - 10:51Kleve (RPO). Erstmalig verleiht Pax Christi im Bistum Münster den Johannes-XXIII.-Preis. Der 14-köpfige Beirat hat in geheimen Wahlgängen mit deutlicher Mehrheit entschieden: Als erster Preisträger wird Pfarrer Norbert Arntz aus Kleve für sein großes Engagement im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils und die Erinnerung an das Konzil und für sein Friedensengagement geehrt.
Der Preis
Der Johannes-XXIII.-Preis will in erster Linie an Papst Johannes als den Vater des Zweiten Vatikanischen Konzils erinnern. Mit dem Preis werden alle zwei Jahre Personen ausgezeichnet, die wesentliche Anliegen von Johannes XXIII. vertreten und in der Dynamik des Konzils weiter voranschreiten. Pax Christi im Bistum Münster würdigt mit der Verleihung des ersten Johannes-XXIII.-Preises an Pfarrer em. Norbert Arntz dessen Einsatz für eine arme und dienende Kirche, für Geschwisterlichkeit weltweit und für einen Frieden, der auf Gerechtigkeit gründet. Er habe damit das Zweite Vatikanische Konzil "verheutigt", so Pax Christi. Der Preis besteht aus einer bronzenen Büste von Papst Johannes XXIII. und einer Urkunde.
Pfarrer Norbert Arntz (geb. 1943 in Kleve/Niederrhein) studierte Katholische Theologie und Sozialwissenschaften in Münster, München und Mainz sowie am Departamento Ecuménico de Investigaciones in San José/Costa Rica. Von Papst Johannes XXIII. und dem Zweiten Vatikanischen Konzil inspiriert fühlte er sich berufen, von 1983 bis 1990 Priester beim Volk der Quechua im südlichen Andenhochland Perus zu sein. Er nennt das seine "weltkirchliche Lehrzeit". Nach Kaplansjahren in Orten des Bistums war er 10 Jahre lang Mitglied des Seelsorgeteams im sozialen Brennpunkt Münster-Kinderhaus und wirkte dort als vorbildlicher Gemeindeseelsorger. Seit 2008 ist Norbert Arntz Mitglied im Pastoralteam der Pfarre Heilige Dreifaltigkeit in Kleve und arbeitet zudem als Geistlicher Beirat für die Eine-Welt-Gruppen am Niederrhein. Vom Zweiten Vatikanischen Konzil geprägt war Norbert Arntz von 2001 bis 2010 Mitarbeiter in der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn und gab die Grüne Reihe (Weltkirche) der Franziskaner in Bonn (auch zur Befreiungstheologie) heraus. Er übersetzte den "Katakombenpakt" (Selbstverpflichtung von 40 Bischöfen zu Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils "für eine arme und dienende Kirche", der sich 500 weitere Bischöfe anschlossen) ins Deutsche und ist um seine Verbreitung und Bekanntmachung auf allen Ebenen der Kirche (Studientage, Predigten, Seminare etc.) sehr bemüht.
Der Johannes-XXIII.-Preis wird Arntz am 14. Mai in einer Feierstunde im Franz-Hitze-Haus zu Münster überreicht. Die Laudatio hält Professor Norbert Mette.
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