Kleve: Prinzentreffen der RP-Redaktion
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 - 17:32Die ersten waren schon da, bevor es überhaupt losging. Für 18 Uhr hatte die Rheinische Post zum Prinzenempfang ins Kolpinghaus geladen - doch schon um 17.45 Uhr trafen der Gocher Prinz Christian I. mit Prinzessin Daniela I. und gesamtem Anhang am Ort des Geschehens ein.
Ungewohnte Pünktlichkeit an Karneval. Sie sollten daraufhin viel Zeit zum Vorglühen haben. „Nur die Pünktlichen kriegen Freigetränke, der Rest zahlt”, sagte der Kranenburger Präsident Hans-Gerd-Onckels unter lautem Jubel der Anwesenden - die Krumekroane trafen als zweite ein. Ebenfalls pünktlich.
Bis Redaktionsleiter Jürgen Loosen zur offiziellen Begrüßung schreiten konnte, verging noch über eine weitere Stunde: Um 19.09 Uhr betrat nämlich die letzte Abordnung aus Bedburg-Hau den Saal.
Die Gocher kamen gleich zweimal
Der Stimmung tat dies jedoch keinerlei Abbruch. Beim 12. Prinzenempfang hatte die RP erstmals ins Kolpinghaus geladen. Ein geschickter Schachzug - die Karnevalisten waren restlos begeistert. „Hier darf es ruhig öfter hingehen”, bemerkte Frank Thiele, der musikalische Leiter der Bedburg-Hauer. Deren Abordnung traf mit lautem Tamtam und musikalischer Pracht ein. Grund genug für die grünen Gocher, den Saal durch die Seitentür zu verlassen. Weil sie die ersten waren, kamen sie still und leise - ein Umstand, der nicht auf sich beruhen kann. Sie holten den Einmarsch lautstark nach.
Alle versammelt, alle glücklich. Und zu ungewohnten Verbrüderungsszenen kam es auch noch. Dank eines Partnertauschs: Gochs Prinz Christian lief mit dem Kranenburger Funkemariechen Kathrin ein. Deren Prinz Andreas I. schnappte sich die Gocher Prinzessin Daniela. Unter lautem Jubel wanderten die Tollitäten durch das Spalier der Gardisten. Und auch die Klever hatten ihren Spaß. Waren sie zahlenmäßig den beiden Garden aus Goch und Kranenburg zwar unterlegen, machten Jochen „der Funkende” und sein Anhang diesen Rückstand an Theke und Feierei jedoch umgehend und mühelos wieder wett. „Im Kolpinghaus fühlt sich der Klever halt wohl”, sagte KRK-Präsident Norbert Pauls dazu trocken.
Nun war Helmut Vehreschild an der Reihe. RP-Sportredakteur und, gestern noch viel wichtiger, Präsident der Brejpott-Quaker. Er führte gewohnt souverän durch den Abend, verteilte Geschenke an die Prinzen und Prinzessinnen - und bekam auch noch höchstes Lob. „Es wäre schön, wenn der Helmut bald Karnevalsprinz werden würde”, sagte KRK-Pressesprecher Rolf Götz. Eine deutliche Einladung. Bis dahin nahm Vehreschild gemeinsam mit Redaktionsleiter Jürgen Loosen die überreichten Orden in Empfang. Inklusive der dazugehörenden Bützchen - handgeschätzte fast hundert „Knutscher” bekam Loosen, bis das Funkemariechen der Kranenburger endlich genug hatte. Auf die Küsschen von Kleves Prinz Jochen wurde aber dann doch verzichtet - der „Funkende” hatte keine Prinzessin im Schlepptau.
Bedburg bewies Stehvermögen
Orden überreicht - nun wurde gefeiert. Für alle Anwesenden war es der letzte Termin des Abends. Bis die Reisechefs zur Abfahrt bliesen, gingen viele Getränke über die Theke. Vor allem die Bedburg-Hauer bewiesen Stehvermögen. Ist ja auch klar: Wer zuletzt kommt, geht auch als letztes. Sagt zumindest eine alte Karnevalsweisheit. Im nächsten Jahr, beim dann 13. Empfang der RP, gilt ein neuer Spruch: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Helau!
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