Kleve: "pro:niederrhein": Absurde Rechtsprechung
zuletzt aktualisiert: 27.04.2009Kleve (RPO). Der Sprecher der Weezer Flughafenbefürworter in der Aktionsgemeinschaft "pro:niederrhein", Heinz-Willi Knechten, wirft den Münsteraner Richtern am Oberverwaltungsgericht (OVG) einen "Schlingerkurs" und "absurde Rechtsprechung" vor.
Im Urteil vom Januar 2006 hatte das OVG durch den Flughafen noch gar keine besondere wirtschaftliche Bedeutung für die Region erkennen können. Im Interview vor dem Gerichtstermin im März erkannte dessen Sprecher Dr. Ulrich Lau doch an, dass die Wirtschaftlichkeit und der Erfolg des Flughafens eine bedeutende Rolle spielt. Genau diesen ökonomischen Erfolg macht das OVG zu Nichte.
Ohne die bisherigen Betriebszeiten ist das zuletzt so erfolgreiche Geschäftsmodell nicht aufrecht zu erhalten; die wichtigste Airline, Ryanair, plant bereits den Rückzug. Mit ihrer Entscheidung "torpediert das Münsteraner Gericht ein Projekt, das sich in ökonomisch schweren Zeiten außerordentlich erfolgreich entwickelt hat". Die ganze Region stehe "mit überwältigender Mehrheit" hinter dem Airport. Eine Änderung sei nach 6 Jahren zivilem Flugbetrieb "völlig überflüssig".
Im Jahre 2006 wurden in wenigen Tagen 20000 Unterschriften Pro Airport gesammelt, als der Flughafen erstmals vor dem Aus stand. Das Gericht nehme unbekümmert in Kauf, diesen Bürgern "vor den Kopf zu schlagen". Rund 2000 Arbeitsplätze hängen am Airport Weeze. Zahllose Familien bangen nun um ihre Existenz. Dies sei "absurd", schließt der Sprecher der Flughafenfreunde.
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