Kreis Kleve: Rektoren „neidisch“ auf Klever Hochschule
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 11.02.2011 - 18:20Die Wahl für den Austragungsort der 408. Sitzung der Landesrektorenkonferenz (LRK) war in diesem Jahr schnell gefallen. Es sollte die Hochschule Rhein-Waal – kurz: HSRW – mit Sitz in Kleve und Kamp-Lintfort sein.
Warum sich die 20 Rektoren aus NRW ausgerechnet für den westlichen Zipfel des Landes entschieden haben und dort zwei Tage verbrachten, ist auch ganz schnell gesagt: „Wir sind alle ein bisschen neidisch auf die Hochschule Rhein-Waal.“
Beate Rennen-Allhoff, Präsidentin der FH Bielefeld und Sprecherin der Landesrektorenkonferenz, spricht damit aus, was alle anderen nordrhein-westfälischen Hochschulpräsidenten denken. Sie alle verfolgen seit der Gründung der HSRW im November 2008 ganz gespannt den Werdegang. Und nicht nur das: Sie alle nehmen auffallend zur Kenntnis, dass Professor Dr. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der HSRW, mit ihrem Konzept bei der Landesregierung offenbar Erfolg hat – und das in Zeiten knapper Kassen. „Aus diesem Grunde wollten wir uns vor Ort davon überzeugen. Und ich muss sagen, wir sind alle von der Dynamik der Hochschule und von der guten Zusammenarbeit mit der Politik und Verwaltung beeindruckt“, so Rennen-Allhoff.
Neben einer Baustellenbesichtigung im Hafen Kleve und einem Treffen mit Bürgermeister Theo Brauer, standen jedoch vorrangig aktuelle, hochschulpolitische Themen im Bereich der Lehre und Forschung auf der Agenda. Dabei seien vor allem die explodierende Studierendenzahl (plus zehn Prozent) und die unklaren finanziellen Rahmenbedingungen, die aus dem noch nicht verabschiedeten Landeshaushalt und der Abschaffung der Studiengebühren resultieren, ein Problem. „Wir haben keine Planungssicherheit mehr“, warnte Rennen-Allhoff.
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