Kleve-Rindern: Rinderner in Berliner Politik
zuletzt aktualisiert: 24.02.2010Kleve-Rindern (RPO). In Berlin bewegt sich für den 25-jährigen Rinderner Stephan Convent momentan viel. Er bezog sein neues Büro in der Bundesgeschäftstelle des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS). Zuvor fand die 63. Bundesdelegiertenversammlung des Studentenverbandes im Konrad-Adenauer-Haus statt. Zentrale Aufgabe der Versammlung war es, einen neuen Bundesvorstand für die über 8000 Mitglieder zu wählen. Convent kandidierte für das Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden und des Bundesschatzmeisters und wurde bereits im ersten Wahlgang gewählt. Er erzielte mit fast 97 Prozent eines der besten Ergebnisse bei einer Vorstandswahl der mittlerweile 60-jährigen RCDS-Geschichte.
Convent kam erstmalig 2002 mit der Politik in Kontakt. In diesem Jahr wurde er Mitglied in der Klever Jungen Union. 2006 trat er dem Studentenverband RCDS bei. Dort übernahm er die Funktion des Gruppenvorsitzenden und stieg bald zum Landesgeschäftsführer von Thüringen auf. Schließlich wurde er im März 2008 in den Bundesfachausschuss Wirtschaft berufen. Keine zwölf Monate später übernahm er im Bundesfachausschuss die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden. Sein zentraler Aufgabenbereich lag in der inhaltlichen Positionierung des RCDS zu wirtschaftspolitischen Problemstellungen.
Convent fiel nicht nur mit seinem politischen Engagement sondern auch bei seinen Studienergebnissen überregional auf. Nach seinem Abitur am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Kellen zog er nach Thüringen, um BWL zu studieren. Dort schloss er sein Studium mit einer 1,4 ab. Seine Diplomarbeit "The difficulty of recruiting High Potentials in the UK in light of Demographic Change" wurde bundesweit als eine der 20 innovativsten und zukunftsweisenden wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet.
Im Jahr 2008 gewann er gegen talentierte Kandidaten aus dem gesamten Bundesgebiet den HR Young Talent Award und 2009 den Thüringer Gründerpreis mit seinem Konzept zum "Fachkräfte-Re-Matching zur Nutzung von Einkommensdisparitäten". Momentan schreibt er an seiner Dissertation zum Dr. rer. pol. über die arbeitsmarktrelevanten Verhaltensänderungen bei der Implementation eines Bürgergeldes.
Agenda 2030
In seiner Bewerbungsrede im Konrad-Adenauer-Haus punkte Convent besonders aufgrund akademischer Fragestellungen. Convent kündigte die Bildung einer Expertengruppe an, die Szenarien für das Deutschland im Jahr 2030 entwerfen soll. Unter dem Titel "Agenda 2030" sollen Prognosen gebündelt werden, die sich mit dem deutschen Arbeitsmarkt, dem Sozialsystem, der deutschen Gesundheitsvorsorge, der Bildungssituation und dem Wertewandel im den nächsten beiden Dekaden befassen.
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