Kleve: Schließung - „Man muss uns zwingen“
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 12.12.2006Kleve (RPO). „Sicherlich werden wir Schulen schließen müssen. Aber keiner kann uns daran hindern, die Gebäude weiter zu nutzen. Da lassen wir es auf eine Auseinandersetzung mit der Bezirksregierung ankommen. Wenn man nicht will, dass wir die Gebäude der kleinen Schulen auf den Dörfern weiter für Unterricht nutzen können, wird man uns zwingen müssen“, stellte gestern CDU-Stadtverbandsvorsitzender Jörg Cosar die Fronten in Sachen Grundschulen im Klever Land klar. Der Grundsatz „kleine Beine – kleine Wege“, sei für ihn kein leerer Slogan, sondern Credo.
Gerade die kleinsten Dorfschulen in den Orstschaften um Kleve, seien doch – er wolle hier keinem zu nahe treten – die schönsten Schulen. „Da verstehe ich die Hartherzigkeit nicht, mit der man diese Schulen schließen will“, so Cosar, der ja lange Jahre Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft war. Ihm zur Seite steht CDU-Fraktionschef Udo Janssen: „Wir wollen diese Gebäude für den Unterricht erhalten“ – und da werde man mit dem Schulrat den richtigen Kompromiss finden müssen. „Warum kann ich nicht die 1a in Rindern und die 1b in Keeken unterrichten? Wer weiß, ob nicht gerade die gepflegten Dorfschulen nach Aufhebung der Schulbezirke für viele Eltern interessant werden – auch das muss man erst einmal abwarten“, so wiederum Cosar.
Die Draisinenstrecke Kleve – Groesbeek wird die CDU in Kleve unterstützen und hat bereist Mittel in den Haushalt gestellt. „Das ist eine gute Idee, die wir verwirklichen sollten“, sagen Cosar und Janssen. Starten werde man in Kleve vom Hafen oder vom Tiergarten aus, man hoffe, 2008 starten zu können.
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