Kleve: Schöner Leben in Grieth
VON LUDGER DISTELKAMP - zuletzt aktualisiert: 22.12.2006Kleve (RPO). Das Seniorenheim St. Marien in Grieth wird modernisiert. An der Schloßstraße wird für 2,4 Millionen Euro ein Neubau errichtet. Abriss im ersten Quartal 2007. 15 Monate Bauzeit eingeplant. Senioren dann in Wissel.
kalkar-grieth Die Arbeiten für den Bau eines neuen Traktes für das Seniorenheim St. Marien Grieth werden im ersten Quartal des kommenden Jahres beginnen. Das erklärte der Hauptgeschäftsführer der Trägergesellschaft Katholische Kliniken im Kreis Kleve, Franz-Peter Müller, auf Anfrage der RP.
Die Einsegnung des neuen Gebäudes sei 15 Monate nach dem Spatenstich geplant. Die 32 Bewohner zögen während der Arbeiten in die früheren Räumlichkeiten von St. Helena nach Wissel um.
Moderne Standards
Der Neubau werde nach modernen räumlichen und sanitären Standards errichtet, erklärte Ottmar Ricken. Der in der Trägergesellschaft Katholische Kliniken zuständige Geschäftsführer für Seniorenheime und ambulante Pflegeeinrichtungen führte aus, dass für das Vorhaben der Trakt an der Schloßstraße und zwei benachbarte, leerstehende Einfamilienhäuser abgerissen werden. Diese beiden Gebäude seien bereits erworben. Das Haus des Seniorenheims am Markt bleibe erhalten.
Sechs Altenheime
Die Trägergesellschaft der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve hat sechs eigene Alteneinrichtungen. Sie führt für sechs weitere die Geschäfte. Die Trägergesellschaft verfügt nach eigenen Angaben „dauerhaft“ über die personellen und materiellen Voraussetzungen für die Betreuung älterer und pflegebedürftiger Menschen auf hohem Niveau.
Die Investition wird laut Müller 2,4 Millionen Euro kosten. „Sie wird finanziert durch Kredite und Eigenmittel des Sankt-Antonius-Hospitals Kleve“, erklärte der Hauptgeschäftsführer. Das Krankenhaus in der Kreisstadt gehört zur Trägergesellschaft Katholische Kliniken im Kreis.
Die Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Grieth habe ihre Alteneinrichtung St. Marien auf das Antonius-Hospital übertragen, weil die Pfarre die Investition für das Seniorenheim nicht habe tragen dürfen, so Kirchenvorstandsmitglied Jochem Reinkens. Denn das Bistum Münster habe als Genehmigungsbehörde St. Peter und Paul keine Zustimmung erteilt, das Projekt in Eigenregie durchzuführen.
Der Pflegesatz
Die Bewohner, die Anspruch auf Pflegewohngeld hätten, müssten nach der Errichtung des Neubaus nicht mehr zahlen, erläuterte Ricken. Die Selbstzahler unter den Senioren müssten für den „Investitionskosten-Anteil im Pflegesatz“ demnächst 430 Euro mehr pro Monat tragen. Die Kosten für Pflege, Unterkunft und Mahlzeiten blieben dagegen stabil, betonte der Geschäftsführer.
Theo Reumer, Mitglied im Kirchenvorstand St. Peter und Paul, ist froh darüber, dass mit der Übertragung die Senioreneinrichtung für Grieth gesichert ist. Pfarrer Barthel Kalscheur begrüßt ebenfalls die Lösung für die älteren Menschen. Denn dadurch werde die christliche Werteordnung in der Heimführung gewährleistet.
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