Kleve: Schule: Alle sind sie sauer
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 29.03.2007Kleve (RPO). Alle sind sie sauer: Die SPD ist sauer, weil sie sich in Sachen Schule Donsbrüggen hinters Licht geführt fühlt – so SPD-Sprecher Gietemann gestern in der RP. Manfred Palmen ist sauer, weil die SPD sauer ist, so der Parlamentarischer Staatssekretär in NRW gestern am Heißen Draht: „Ich habe bei meinen vielen Gesprächen mit dem Schulministerium nicht gehört, dass die SPD sich um die Schule gekümmert hat. Dann hat sie in den Abstimmungen alle im Regen stehen lassen.“
Hinters Licht sei keiner geführt worden: „Ich selbst habe erst Sonntag um 15 Uhr erfahren, dass es einen Kompromiss in Sachen kleiner Schulen geben wird“, so Palmen weiter. Theo Brauer bestätigte das: Er habe in seiner langen Antwort auf die kurze Frage von Dr. Artur Leenders (Grüne) durchaus gesagt, dass noch Antworten ausstehen, man aber zum Zeitpunkt der Ratssitzung keine Hoffnung gehabt habe.
Nicht sauer sei die CDU-Fraktion gewesen, so Udo Janssen (CDU). „Wir wussten, dass Antworten ausstanden – und es ist gekommen, wie wir es wollten: Die Schulen müssen sich dem Wettbewerb stellen“.
Sauer wiederum ist die SPD über die gesamte Grundschulsituation in Kleve, so gestern SPD-Ratsfrau Petra Tekath in einer Pressemitteilung von Josef Gietemann: Sie bemängelt, es „sei völlig unverständlich, dass an den Grundschulen Reichswalde und Materborn je zwei Klassen mit je 31 Kinder beginnen werden“. Dagegen habe die Klever SPD-Fraktion vorgeschlagen – mit Verweis auf das Reichswalder Baugebiet Köhlerweg – dort mit insgesamt fünf Klassen im Sommer zu beginnen. Was abgelehnt worden sei. Damit verhindere man faktisch die Wahlfreiheit, so Tekath.
Die Entscheidung über die Zügigkeit der Schulen in Kleve zu 08/09 wurde übrigens einstimmig vom Schulausschuss empfohlen und mit wenigen Gegenstimmen vom Rat verabschiedet . . .
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