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Kleve: Schwan und Co. im Ausschuss

VON JÜRGEN LOOSEN - zuletzt aktualisiert: 19.08.2011

Kleve (RP). Das Thema Zusatznamen auf Ortsschildern wird nach den Ferien im Klever Kulturausschuss diskutiert. Die große Resonanz bei der RP-Umfrage und die Leser-Vorschläge werden in der Politik als "sehr hilfreich" erachtet.

Bürgermeister Theo Brauer bevorzugt Schwanenstadt. Foto:
Bürgermeister Theo Brauer bevorzugt Schwanenstadt. Foto:

Die Klever Politik wird sich nach den Sommerferien mit dem Thema Zusatznamen für Ortsschilder beschäftigen. Nach der großen Resonanz bei der RP-Umfrage, in der viele Bürger Vorschläge eingereicht haben, wird der Kulturausschuss als Fachgremium die verschiedenen Ideen diskutieren, "um dem Stadtrat einen Vorschlag vorzulegen", sagte der Vorsitzende des zuständigen Ausschusses, Jörg Cosar (CDU), der die RP-Umfrage als "sehr hilfreich" bewertete. Auch Kleves Bürgermeister Theo Brauer freute sich über die große Zahl der Vorschläge, die seiner Ansicht nach "die hohe Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt" beweisen.

Info

Die Klever Nachbarn

In den Klever Nachbarkommunen Kalkar, Bedburg-Hau und Kranenburg wird die Möglichkeit eines Zusatznamens ebenfalls bedacht. Kalkar hat sich offenbar schon weitgehend auf Hansestadt verständigt, in Bedburg-Hau gibt es Ideen wie Museum Schloss Moyland und in der Grenzfeste Kranenburg gibt es zum Beispiel den Kranich – oder, wie RP-Leser Andreas Natrop vorschlug: "Kranenburg – Gans normal".

"Das Thema muss politisch ausgelotet und dann auch entschieden werden", sagte der Erste Bürger, der dafür plädierte, den Kulturausschuss in Kooperation mit dem Stadtmarketing Kleve und dem Klevischen Verein für Kultur und Geschichte mit der Aufgabe zu betrauen.

In der Umfrage der Rheinischen Post hatte bekanntlich der Name Schwanenstadt an der Spitze gelegen, aber auch Prinz Johann Moritz oder die enge Beziehung zu den Niederlanden, ausgedrückt durch Namen wie "Hartje van Duitsland" oder "Poort van Duitsland", lagen in der Gunst der RP-Leser mit vorne. Klar für die RP-Leser, dass der Name möglichst ein Alleinstellungsmerkmal sein müsse, weshalb zum Beispiel Hochschulstadt glatt durchfiel.

Das Symbol

In dasselbe Horn bläst auch Bürgermeister Brauer: "Wenn wir den Zusatznamen vertiefend diskutieren, dann ist für mich persönlich der Name Schwanenstadt favorisiert. An diesem Symbol kommen wir kaum vorbei. Das ist unsere eigene Historie, unsere Sage, was sich zum Beispiel auch am Fischmarktbrunnen im Schatten der Schwanenburg zeigt." Seiner Meinung nach "hat der Schwan für Kleve die größte Identifikationsdichte, das sagen mir Herz und Verstand". Auch die Unverwechselbarkeit sei mit dem Schwan gegeben.

Klar ist jedenfalls, dass die Stadt Kleve die Möglichkeit nutzen oder zumindest besprechen will, eine Zusatzbezeichnung an den Kleve-Schildern anzubringen. Das unterstrich auch Jörg Cosar: "Ich finde die Idee sehr schön. Aber der Name müsste aus der Historie begründet sein. Deshalb ist es auch sinnvoll, darüber im Kulturausschuss zu sprechen, weil in dem Gremium unter anderem auch die Kulturschaffenden und Interessierten vertreten sind." Deshalb werde das Thema nach den Sommerferien auf die Tagesordnung des Kulturausschusses gesetzt.

Ein Glückwunsch für die Idee zur RP-Umfrage stammt von Theo Kehren, Vorsitzender der Senioren-Union Kleve-Bedburg-Hau-Kranenburg, der auch selbst Teilnehmer der Umfrage war: "Jetzt kann sich die RP Punkte für Bürgernähe, bessere Lesernähe, an die Fahne heften." Er hoffe, dass die Idee von der Politik aufgegriffen wird, "ehe das Interesse verraucht". Die Gefahr besteht inzwischen aber wohl nicht mehr.

Quelle: RP/rl


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