Kleve: Schweinegrippe: Lage im Kreis
zuletzt aktualisiert: 01.07.2009Kleve (RPO). Nach der Landung einer Ryan-Air-Maschine auf dem Flughafen Weeze ist auch die Schweinegrippe-Diskussion im Kreis Kleve entbrannt. Wie ernst die Lage wirklich ist – darüber sprach RP-Redakteur Matthias Grass mit Kreis-Sprecher Eduard Großkämper.
Was ist eigentlich genau passiert?
Eduard Großkämper Am Freitag ist eine Drei-Personengruppe aus Krefeld und Bochum aus Mallorca in Weeze gelandet. Eine Person hat sich mit Beschwerden in ein Krankenhaus nach Duisburg begeben, dort wurde die neue Grippe nachgewiesen. Eine Person liegt in Krefeld im Krankenhaus, ist aber laborchemisch noch nicht bestätigt, der Dritte hat keine Beschwerden. Das Kreisgesundheitsamt ist am Montag durch das Gesundheitsamt der Stadt Duisburg informiert worden.
Wie ist der Kreis Kleve betroffen?
Großkämper Inzwischen liegen uns die vollständigen Passagierunterlagen des Airports Weeze über den Flug vor. Zur Zeit werden die Kontaktpersonen über das Krankheitsbild, den Krankheitsverlauf und zu den Übertragungsrisiken informiert. Die nicht im Kreis Kleve wohnhaften Passagiere des Fluges werden über die jeweilige örtliche Gesundheitsbehörde informiert. Da auch Reisende aus dem Kreis Kleve im Flieger saßen, erfolgt deren Information durch das Kreisgesundheitsamt.
Womit müssen Betroffene rechnen?
Großkämper Für die Dauer von sieben Tagen nach dem übertragungsrelevanten Kontakt – also Freitag – sollten die als Kontaktpersonen mit weniger engem Kontakt eingestuften Passagiere auf Grippeanzeichen und/oder Fieber achten.
Wenn man Verdacht schöpft – wie sollen Betroffene reagieren?
Großkämper Bei Symptomen rät das Kreisgesundheitsamt dringend dazu, zunächst telefonisch Kontakt mit einem Arzt aufzunehmen und die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Bisher gibt es im Kreis Kleve weiterhin keinen bestätigten Verdachtsfall von Schweinegrippe.
Infos zur Schweinegrippe erhält man auch unter www.kreis-kleve.de
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