Kleve: Sekretärin gewinnt halbe Million
VON SVEN DURGUNLAR - zuletzt aktualisiert: 13.12.2007Kleve (RPO). Sie ließ sich weder von Günther Jauch, ihrem Mann, noch von ihrem Vater verunsichern: Sekretärin Monika Voskamp gewann bei der Sendung „Wer wird Millionär“ 500 000 Euro. Streit gibt es um die 1-Million-Euro-Frage, die kaum zu lösen war.
Bedburg-Hau Eigentlich ist Monika Voskamp gar keine Zockerin. „Sicherheit ist mir sehr wichtig“, sagt die 37-Jährige. Doch als ihr Moderator Günther Jauch in der Sendung „Wer wird Millionär“, die am Montag ausgestrahlt wurde, die 500 000 Euro-Frage stellte, war alles Sicherheitsdenken vergessen. Obwohl Jauch sie mehrfach zu verunsichern versuchte, obwohl ihr Vater als Telefonjoker die falsche Antwort nannte und ihr Mann im Publikum signalisierte, sie solle sich mit den bereits 125 000 gewonnenen Euro zufriedengeben, stimmte sie für „Mieze Schindler“ als eine Erdbeersorte. Und lag richtig.
Wer wird Millionär
Zuschauerquote Bis zu elf Millionen Menschen sahen am Montag die Sekretärin Monika Voskamp aus Bedburg-Hau bei „Wer wird Millionär“.
Sendung Die Sendung wurde bereits vor drei Wochen aufgezeichnet, die Gewinnerin verpflichtete sich, bis zur Ausstrahlung am vergangenen Montag zu schweigen.
„Ich hatte eine ungefähre Ahnung“, sagt Voskamp hinterher. Aufgeregt war die Sekretärin, die leidenschaftlich alle Quizsendungen im Fernsehen sieht, nicht. Aber „es ist tatsächlich ganz anders, als die Fragen zuhause vor dem TV zu beantworten“. Vollständig realisiert, dass sie auf einmal um eine halbe Million Euro reicher ist, hat sie noch immer nicht.
Plötzlich berühmt
Allerdings begegnen ihr viele Menschen nun anders: Der Bürgermeister gratulierte, Nachbarn und Freunde schicken Geschenke oder kommen vorbei. Reporter von Zeitungen und Radiosendern rufen bei ihr an, Fernsehkamera-Teams zertrampeln ihr den schönen Teppich im Wohnzimmer. Plötzlich ist Monika Voskamp berühmt.
Dennoch will die 37-jährige Sekretärin aus Bedburg-Hau auf dem Teppich bleiben. „Das Leben geht weiter wie bisher“, sagt sie schmunzelnd. Zwar will sie ihrer Familie einige lang gehegte Wünsche erfüllen. Ein neues Auto ist fällig, im Garten soll ein neuer schöner Wintergarten entstehen. Dort will sie dann im Frühjahr „Mieze Schindler“ pflanzen. Die Erdbeersorte, die ihr Glück gebracht hat.
Doch den Großteil der 500 000 Euro will Monika Vosskamp anlegen, um später einmal ihrer dreijährigen Tochter das Studium zu finanzieren. Einiges wird wohl auch danach noch von dem Gewinn übrig sein. Mit etwas Glück hätte sie vielleicht sogar die 1-Million-Euro-Frage geschafft. Sie lautete: „Wer erfand einen Schnellkochtopf und eine Schnellschreibmaschine mit 16 Tasten?“ Laut RTL sollte Karl Friedrich Drais die richtige Antwort sein.
Falsche Antwort
Doch Drais-Biograf Hans-Erhard Lessing, emeritierter Professor für Physikalische Chemie an der Universität Ulm, hält diese Antwort für falsch. Erfinder des Dampfkochtopfes sei der Franzose Denis Papin gewesen. Doch ob die Frage nun eindeutig zu lösen war oder nicht, Monika Voskamp ist mit ihrem Gewinn mehr als zufrieden. „Für meine Wünsche sind 500 000 Euro mehr als ausreichend“, sagt die Sekretärin.
Als nächstes will sie sich bei der Quizshow mit Jörg Pilawa bewerben.
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