Kranenburg: Sekundarschule nimmt Form an
VON LUDWIG KRAUSE - zuletzt aktualisiert: 08.10.2011Kranenburg (RP). Das Schokoticket Der Rektor der Hanna-Heiber-Schule, Bernhard Rütten, hat Konzepte für die Bildung einer Sekundarschule vorgestellt. Im Gespräch ist die Kooperation mit der Realschule Hoffmannallee oder der Hauptschule Rindern.
Kranenburg/Kleve/RINDERn Er wollte mit etwas Handfestem vor den Schulausschuss von Kranenburg treten und er hielt Wort: Bernhard Rütten, Schulleiter der Hanna-Heiber-Schule in Kranenburg, stellte erste konkrete Szenarien vor, die für die Schaffung einer neuen Sekundarschule mit dem Standort Kranenburg in Frage kommen.
Dabei geht es um nichts geringeres als um die ersten möglichen Konzepte der neuen Schullandschaft im Kleverland, die im Schulpolitischen Konsens für Nordrhein-Westfalen gefordert werden. Rütten freute sich darüber, dass es gelungen war, erste Gespräche ohne Intervention der Politik zu führen.
Elterninformation
Die Eltern aller drei Gemeinden werden in einer gemeinsamen Informationsveranstaltung über die neuen Konzepte aufgeklärt. Diese findet am 15. November in der Mehrzweckhalle in Materborn statt. Genauere Informationen folgen.
Mögliche Szenarien
Die erste Möglichkeit für die Fortführung eines weiterführenden Schulsystems an der Hanna-Heiber-Schule in Kranenburg wäre eine Kooperation mit der Wilhelm-Frede Hauptschule Rindern. Hier haben schon erste Gespräche stattgefunden, generelles Interesse besteht auf beiden Seiten. Demnach würden zwei Hauptschulen im Konzept einer Sekundarschule zusammengefasst werden.
Das zweite Szenario sieht eine Kooperation mit der Realschule an der Hoffmannallee in Kleve vor. Die beiden Schulleiter hätten nach Rüttens Aussage schon intensive und produktive Gespräche geführt, die sie bereits in einer gemeinsamen schriftlichen Absichtserklärung verschriftlicht haben. Demnach seien beide Seiten daran interessiert, zwei eigenständig arbeitende Schulen zu erhalten, die trotz des Modells der Sekundarschule mit einer jeweils eigenen Schulleitung arbeiten. Dies sei laut Schulministerium in NRW aber in der Form nicht möglich.
Dennoch warnt Bürgermeister Günter Steins davor, aufgrund dieses Konflikts das Konzept der Zusammenarbeit mit der Schule an der Hoffmannallee im Keim ersticken zu lassen. "Es ist das einzige Modell, das mittelfristig Bestand hätte", sagte er im Schulausschuss. Das Konzept hätte auch den weiteren Vorteil, im Rahmen der so genannten vertikalen Lösung eine Zweizügigkeit in Kranenburg zu ermöglichen. Fraktionsübergreifend gab es große Zustimmung für das Modell der Kooperation mit der Realschule. Joachim Janßen, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Gemeinde Kranenburg, sprach von der "schulpädagogisch und geografisch besten Lösung". "Die Schülerinnen und Schüler könnten wohnortnah beschult werden, das ist auch für sie das Beste", fuhr er fort. Beide Standorte können die Klassen fünf bis zehn beibehalten, der Unterricht würde ganztätig angeboten.
Jürgen Franken, Fraktionsvorsitzender der SPD, fordert nun eine zügige Elternbefragung nach den Herbstferien. Er glaubt, dass sich mit den neuen Möglichkeiten ganz neue Mehrheiten in der Elternschaft bilden werden.
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