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Kleve: Stadt muss am Image arbeiten

zuletzt aktualisiert: 11.02.2012

Kleve (RP). Der Forschungsstandort ist zwar da – aber oft fehlen die guten, ausgebildeten Fachkräfte, die nicht in die vermeintliche Peripherie wollen. Davon kann Colt-Geschäftsführer Lukas Verlage ein Lied singen. Viele junge, unverheiratete Ingenieure wären in Kleve nicht zu halten. Hier müsse die Stadt an einem besseren Image arbeiten, Rahmenbedingungen schaffen, die Kleve für junge Fachkräfte ebenso wie für Studenten attraktiver machen, formulierten es Verlage ebenso wie Scholz und Werner Seuken, Physiklehrer und Studiendirektor am Konrad Adenauer-Gymnasium (KAG). Denn auch die Schulen in Kleve können nicht aus dem Vollen schöpfen, wenn sie Junglehrer an den unteren Niederrhein holen wollen. Vor allem Singles täten sich schwer, in der aus ihrer Sicht erlebnisarmen Stadt sesshaft zu werden. Kleves Bürgermeister Theo Brauer mahnte Geduld an – das seien Dinge, die sich entwickeln müssen und auf die die Stadt nur wenig Einfluss habe.

Um die dringend nötigen Fachkräfte zu bekommen, müssen mehr Schüler für technisch-naturwissenschaftliche Fächer, für Mathe und Physik begeistert werden. "Damit fangen wir im KAG schon in der fünften, sechsten Klasse an", sagt Seuken. Spectro hat inzwischen einen Vertrag mit dem Stein-Gymnasium geschlossen, arbeitet eng mit dieser Schule zusammen. "Wir als Industrie müssen die Kinder begeistern, ihnen zeigen, wie's in der Praxis aussieht. Da gehen auch Mitarbeiter von uns in die Schule und unterrichten", sagt Bergsch.

Scholz unterstrich, dass man Schüler auch für die vermeintlich schwierigen Fächer begeistern könne. Wichtig sei, sagen Seuken und Scholz, auch die Mädchen für technische Fächer zu gewinnen.

Quelle: RP


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