Kleve: Stadtfest: Jubiläum auf der Büchermeile
VON JENS HELMUS - zuletzt aktualisiert: 04.10.2010 - 10:32Kleve (RPO). Bücher, wohin man schaute – zum 20. Mal fand im Rahmen des Klever Stadtfestes der von der RP präsentierte beliebte Büchermarkt auf der Herzogstraße statt. Die Innenstadt war am verkaufsoffenen Sonntag schnell gefüllt.
Die Klever Herzogstraße verwandelte sich gestern im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntages in ein wahres Paradies für Freunde der Literatur. Zum 20. Mal veranstaltete das Klever Antiquariat Zeitzeichen einen Büchermarkt im Rahmen des Stadtfestes, zum Jubiläum kamen rund 40 Antiquariate aus der Region, um ihre gedruckten Schätze zum Verkauf anzubieten. Von gebundenen Klassikern aus der Feder von Karl May bis hin zum kiloschweren Gesamtwerk Gottfried Benns, kaum ein Wunsch blieb in der Herzogstraße offen – vorausgesetzt, der Besucher hatte ausreichend Zeit mitgebracht: Denn bei 40 Ständen, hunderten Bücherreihen und -kisten konnte es schon eine Weile dauern, bis man das gesuchte Werk endlich in Händen hatte.
Die Büchermeile
Organisiert wurde der Büchermarkt auf der Herzogstraße vom Antiquariat Zeitzeichen. Neben rund 40 Antiquariaten aus der Region war auch die Klever Gruppe von Amnesty International vertreten. Die Gruppe verkaufte gespendete Bücher, der Erlös kommt der Organisation zugut.
Verhandlungssache
Wer nicht auf der Suche nach einem bestimmten Buch war, der ließ sich einfach von Stand zu Stand treiben und vom Angebot der Antiquariate überraschen. "Oh, das wollte ich schon immer mal lesen", stieß der ein oder andere Bücherfreund aus, als er zwischen riesigen Stapeln alter Bücher fündig wurde. Und wenn der Verkäufer gut aufgelegt war, ließ sich mit ein wenig Verhandlungsgeschick sogar noch der ein oder andere Euro sparen.
Neben Büchern aus vergangenen Jahrzehnten gab es auch Schallplatten, alte Comics und Kassetten, die verkauft und angekauft wurden. Glücklich schätzen konnte sich beispielsweise, wer vor -zig Jahren die Buffalo Bill-Comics sammelte. Damals gab es die bunten Seiten für 30 Pfennig pro Stück. Heute bekommt man für 15 Hefte rund 20 Euro – eine satte Rendite, doch der echte Sammler trennt sich natürlich ungern von einer solchen Rarität.
Auch außerhalb der Bücherstände hatte das Klever Stadtfest allerhand zu bieten, vor allem musikalisch: Auf der Bühne der Rheinischen Post sorgte beispielsweise das Jazz-Quartett Weschenfelder, Behrendt, Oertel und Roth für abwechslungsreiche Unterhaltung, neben vielen weiteren ließ sich auch Vollblutmusiker Friedhelm Olfen einen Auftritt auf dem Stadtfest nicht entgehen. An der Linde lud der 1. FC Kleve zu einem Flohmarkt für Fußballbücher und zu Gesprächen und Talk-Runden mit Spielern, Trainern und dem Vorstand ein. Und wem der Weg von der Herzogstraße bis zum Flohmarkt an der Linde zu weit war, der ließ sich einfach quer durch die Innenstadt samt Stadtfest fahren: mit dem kleinsten Taxi-Bus der Welt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







