Kleve: Stadtfest machte Kleve(r) mobil
VON JENNIFER MINKE - zuletzt aktualisiert: 30.04.2007Kleve (RPO). Viele tausende Menschen liefen gestern durch die Klever Innenstadt: Die drei Kilometer-Meile von der Herzogstraße bis zur Hoffmannallee lockte mit vielen Attraktionen. Das Motto „Kleve macht mobil“ war überall zu spüren.
James Dean, Roy Black und Ringo Starr von den Beatles waren gestern in Kleve allgegenwärtig. Die Herzogstraße ließ jede Menge Nostalgie aufleben, vor allem bei den Menschen, die in den 60er und 70er Jahren musikalisch interessiert waren und aktiv am Leben teilnahmen.
Die Stände des Trödelmarktes boten Klassiker, wie „Bravos“ aus den 60er und 70er Jahren, Puzzles der Beatles, alte, große und schwarze Telefone und viele, viele Bücher. Das Stadtfest, das in diesem Jahr unter dem Motto „Kleve macht mobil“ lief und natürlich wieder mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbunden war, lockte zigtausende Besucher an.
Wie schon in den vergangenen Jahren wurde Kleve wieder mit einem wahren „Strahlemann-Wetter“ beglückt. Das erfreute nicht nur die Besucher, sondern auch die Veranstalter.
Herzogbrücke: Rockige Tänze
Herausgeputzt waren auch die Oldtimer-Caravans, Autos und Roller, die in der Sonne um die Wette glänzten. Franz und Anny Josemanders aus den Niederlanden beobachteten das Treiben des Stadtfestes ganz gemütlich von ihren Campingstühlen und lauschten dabei der Musik von Elvis Presley.
Die beiden Originale reisten extra wegen des Oldtimer-Caravan-Treffs nach Kleve. Sie stellten ihre Caravan-Schätzchen von 1970 und einen Manta,, aus. „2004 waren wir noch mit unserem Caravan in Portugal bei der Fußball-EM und sind 5000 Kilometer weit gefahren. Allerdings nicht mit unserem Manta vorneweg“, erzählt der Niederländer.
Die Country-Fans lieben die alten Zeiten und legten am späteren Mittag noch einen heißen Rock‘n‘ Roll-Tanz hin. Annette Kräger aus Dortmund gehörte zu den wenigen deutschen Oldtimer-Caravan-Ausstellern. Erst vor vier Wochen kaufte sie in Gera ihr fahrendes Haus – ein DDR-Modell. In der Innenstadt stiegen jedem Besucher die verschiedenen Düfte in die Nase: Erdbeeren, Waffeln, Bratwürste und vieles mehr war an jeder Ecke zu kaufen. Hungrig ging bestimmt niemand nach Hause.
An der Hoffmannallee bot ein Stand leckere italienische Köstlichkeiten an. Ganz besonderes Mandelkonfekt, Ziegen- und Trüffelkäse wurden angeboten. Probieren war unbedingt gewünscht. Laut und ps-stark ging es am Marktplatz an der Linde zu.
Dort trafen sich Motorrad-Fans zum „Tag des Motorrades“. Besonders die Super-Moto-Vorführungen kamen bei den Zuschauern gut an. Auf abgesteckten Parcours demonstrierten sie, welche Tricks möglich sind. Bertram Kamps war einer der Fahrer und zeigte auf seiner Suzuki RMZ 450, wie viel Spaß er mit seinem „Fun-Bike“ hat. Die Verkehrswacht veranstaltete Sicherheitstraings, Seh- und Reaktionstests. Action und gemütliches Flanieren lagen beim Stadtfest also dicht beieinander...
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