Kleve: Strafanzeige gegen Nitsch: Racheakt ?
VON PETER JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 05.06.2009Kleve (RPO). Gegen den Geschäftsführer von Haus Maternus und Betreuungszentrum "Altes Rathaus" GmbH, Christian Nitsch, ist bei der Staatsanwaltschaft Kleve Strafanzeige wegen Veruntreuung von Geldern gestellt worden. Dies bestätigte Oberstaatsanwalt Günter Neifer der Rheinischen Post auf Anfrage. "Ein Verfahren ist hier anhängig. Es gilt zunächst zu klären, ob die Vorwürfe von Substanz sind", sagte Neifer. Die Anschuldigung der Veruntreuung von Geldern wird im Zusammenhang mit der Tätigkeit von Nitsch als Geschäftsführer erhoben. Laut Anzeige, so Neifer, soll es dort zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. "Es wird geprüft, ob hier eine strafrechtliche Relevanz vorliegt", so der Oberstaatsanwalt.
Christian Nitsch sagte der RP, dass er erst durch den Anruf der Rheinischen Post von der Strafanzeige erfahren habe. "Davon wusste ich nichts. Das entbehrt jeglicher Grundlage. Ich sehe dem recht gelassen und entspannt entgegen." Die Anzeige, so Nitsch, sei von einer ehemaligen Mitarbeiterin erstattet worden. "Wir hatten zwei Termine vor dem Arbeitsgericht, die ich beide gewonnen habe", sagt der Unternehmer. Nitsch vermutet hinter der Anschuldigung einen Racheakt der ehemaligen Mitarbeitern. In der Anzeige wird Nitsch vorgeworfen, Sozialversicherungsbeiträge nicht ordnungsgemäß abgeführt zu haben. Nitschs Anwalt Alexander Frantz hatte gestern Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft.
Nitsch engagiert sich öffentlich unter anderem beim Fußballklub VfR Warbeyen und sorgte maßgeblich dafür, dass der B-Ligist den Sprung bis in die Landesliga schaffte. Zudem ist er als Schatzmeister der Kreis-SPD für eine ordentliche Kassenführung verantwortlich.
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