Kreis Kleve: Täglich ein Lächeln im Gesicht
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 16.05.2009Kreis Kleve (RPO). Sarah Büsch (22) ist Hotelkauffrau und hat ihre dreijährige Ausbildung im Landhaus Beckmann absolviert. In dem Kehrumer Familienbetrieb mit 53 Betten und 150 Restaurantplätzen arbeitet sie nun als Empfangsleiterin.
Es gibt solche und solche. Die gut gelaunten Gäste, die für alles Verständnis haben. Und die anderen. Die Gäste, die keine Zeit, die es eilig haben. Sarah Büsch nimmt sie alle gleich in Empfang. Und das muss sie auch. Denn die 22-Jährige ist seit Juni 2008 Empfangsleiterin des Landhauses Beckmann in Kehrum. "Jeder Gast ist anders – und das ist auch gut so", sagt Büsch. Sie hat täglich ein Lächeln im Gesicht – auch wenn es ihr mal schlecht geht.
Voraussetzung: Hochschulreife
Sarah Büsch ist gelernte Hotelkauffrau. Bereits ihre Ausbildung hat sie in dem Familienbetrieb mit 30 Angestellten an der Römerstraße absolviert, der erstmalig im Jahr 1900 erwähnt wurde. Voraussetzung dafür sei die allgemeine Hochschulreife, sie selbst hat Fachabitur. "Ich habe mich beworben und es hat auf Anhieb geklappt", berichtet Büsch, die nach dem ersten Ausbildungsjahr von Hotelfach- zur Hotelkauffrau gewechselt hat. "Als Hotelkauffrau steht einem später die Wirtschaft offen. Außerdem interessieren mich die Buchungsabläufe und so musste ich nicht mehr in der Küche arbeiten", sagt Büsch. Alle anderen Bereiche wie Rezeption, Hauskeeping, Restaurant, Buchhaltung und Bankett wurden während der dreijährigen Ausbildungszeit ebenso abgedeckt. Als Nachteil empfand sie jedoch die Verbandsklassen in Düsseldorf. "Als Hotelfachfrau geht man in Kleve zur Schule. Da hat man die Fahrerei nicht."
Jetzt ist Büsch meist für die Hotelgäste des Landhauses Beckmann, für die Radfahrer, Golfer und Geschäftsreisenden, für die Kunst- und Kulturinteressierten da. Insgesamt verfügt das Haus über 22 Zimmer mit 53 Betten. "Ich bin an der Rezeption tätig, nehme dort die Buchungen oder Tischreservierungen entgegen. Auch das Check-in und Check-out oder das Erstellen von Angeboten und Empfehlungen gehört zu meinen Aufgaben. Und wenn einmal Not am Mann ist, helfe ich natürlich auch im Restaurant aus", berichtet Büsch. Auch das macht sie gern, denn in dem Gasthaus hat sich gerade im vergangenen Jahr einiges verändert.
"Die Karte wurde umgestellt. Es gibt viele neue Gerichte wie Spinatnudeln oder Fricasse vom Geflügel mit Ingwer, Curry, Basmatireis, Pfeffersoße und Salat", so Büsch. Sie selbst mag am liebsten Gemüsepfannekuchen. Was aber nicht heißt, dass es beim Sieger des Wettbewerbes "Genussregion Niederrhein" die typisch niederrheinischen Gerichte nicht mehr gibt. Tafelspitz mit Salzkartoffeln, Gewürzgurke und Remouladensoßen steht ebenso noch auf der Speisekarte wie Medaillons vom Schweinefilet mit Rahmsoße, Gemüse und Kartoffelgratin. "Alte Zutaten, nur anders angerichtet", so beschreibt es Michael Große Holtforth, Juniorchef des Landhauses Beckmann, das neue Konzept. Es ist gesünder, beinhaltet mehr Frische und weniger Fett.
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