Bedburg-Hau: Theater mini-art für Tabori-Preis nominiert
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 11.02.2012Bedburg-Hau (RP). Die Nachricht kam gestern am Nachmittag: Das Bedburg-Hauer Kinder- und Jugendtheater mini-art wurde für den George-Tabori-Preis 2012 nominiert. Crischa Ohler und Sjef van der Linden waren begeistert: "Preis und Förderpreis sind die höchsten Auszeichnungen für das freie Theater - sozusagen der 'Oscar' unter den Auszeichnungen – und allein die Nominierung ist eine große Ehre. Das Theater mini-art ist das einzige Kinder- und Jugendtheater bundesweit, das für den Förderpreis nominiert wurde", verkündeten sie gestern nicht ohne Stolz.
Damit kann sich das kleine Theater eine weitere Auszeichnung in die lange Reihe seiner Ehrungen stellen – zu diversen Theatertreffen, den Auszeichnungen bei diesen Treffen und jetzt eben die Einladung für den Tabori Preis. Dafür mussten sich Ohler und van Linden sowie ihr Regisseur Rinus Knobel im Vorfeld mit großen Ensembles messen lassen.
Der Fonds darstellende Künste nominierte sechs professionelle Ensembles freier Theater- und Tanzschaffender für die beiden Kategorien des Preises: Für den mit 20 000 Euro dotierten Hauptpreis die Tanzcompagnie cie.toula.limnaios (Berlin), das Figurentheater Wilde&Vogel (Leipzig) und das Theaterkollektiv Titanick (Münster/Leipzig), hieß es gestern in einer Pressemitteilung des Fonds.
Für den Förderpreis in Höhe von 10 000 Euro, der zusätzlich mit einer Residenz des Vereins "Mecklenburg inspiriert" im Wert von 10.000 Euro verbunden ist, die Compagnie Stéphane Bittoun (Frankfurt/M), das Performancetheater Hunger&Seide (München) und mini-art aus Bedburg-Hau.
Aus diesen Ensembles wählt die Jury mit Brigitte Dethier (Intendantin, JES Stuttgart), Dr. Christian Esch (Direktor, NRW Kultursekretariat) und Walter Heun (Künstlerischer Intendant, Tanzquartier Wien) die beiden Preisträger aus. Die Preisverleihung wird im Berliner Maxim-Gorki-Theater anlässlich des Geburtstags Georg Taboris am 24. Mai 2012 sein.
Der Fonds darstellende Künste erhält seine Fördermittel in Höhe von einer Million Euro von der Kulturstiftung des Bundes.
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