Kreis Kleve: Trend geht in die Stadt
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 17.04.2008Kreis Kleve (RPO). Der Grundstücksmarktbericht 2008 liegt jetzt detailliert vor. Mehr Eigentumswohnungen verkauft, Anstieg der Verkäufe um acht Prozent, Verkauf von Baugrundstücken insgesamt rückläufig bei konstanten Preisen
Wohnen in der Stadt liegt im Trend. Und das nicht nur in richtigen Großstädten wie Köln, Berlin oder Hamburg: der wieder gestiegene Verkauf von Eigentumswohnungen im Kreis Kleve zeigt, dass auch auf dem Land der Weg in die Stadt geht. Vor allem in Nordkreis stieg die Zahl der verkauften Wohnungen deutlich an. 2006 waren es noch 237 Objekte, 2007 sind’s 372. Die Zahl der verkauften Wohnungen stieg kreisweit auf 506. Damit ist nicht nur der schlechte Verkauf im vergangenen Jahr wieder ausgeglichen, sondern es wurden auch die guten Vorjahre 2005/2004 übertroffen. Im Südkreis liegt der Verkauf der Eigentumswohnungen in den vergangenen Jahren konstant zwischen 125 und 137 Wohnungen. Insgesamt wurden im Nordkreis 35 Mio Euro für Wohnungen umgesetzt, im Südkreis 14 Millionen Euro.
1700 Euro pro Quadratmeter
„Das ist ein Trend, der sich besonders auf die Städte Emmerich, Goch und Kleve bezieht“, sagte gestern Eduard Großkämper, Sprecher des Kreises Kleve, der das Zahlenwerk des Grundstücksmarktberichtes jetzt vorlegte. Der Durchschnittspreis lag 2007 im Kreisgebiet bei 1 724 Euro je Quadratmeter Eigentumswohnung bei Neubauten, so Großkämper. Die Quadratmeter-Preise für gebrauchte Objekte schwankten zwischen 600 und 1400 Euro.
Die Zahl der verkauften Baugrundstücke ging dagegen um drei Prozent zurück. Insgesamt wechselten 496 Grundstücke den Besitzer, 2006 waren es 537 und 2005 sogar 674. In guter Lage muss der Bauwillige pro Quadratmeter Land in Kleve 180 Euro und in Geldern 160, in Goch 150 Euro und in Straelen 175 berappen. Am teuersten sind die guten Lagen in Emmerich mit 200 Euro, dann folgt schon Kleve. Das billigste gute Land gibt’s in Weeze für 95 Euro je Quadratmeter, gefolgt von Uedem (110), Kalkar (129) und Bedburg-Hau (125). Während die Baulandpreise im Nordkreis vor allem durch die in die Grenzregion strebenden Niederländer weiter stieg (wir berichteten) blieb er im Süden relativ konstant. Insgesamt stiegen die Preise für Wohnbaulandflächen um 0.3 Prozent und lagen damit etwas über dem Landesdurchschnitt. Während in den meisten Kommunen im Kreis die Erschließungspreise durchschnittlich um 20 Euro liegen, reißen Kevelaer mit 30 Euro und vor allem Geldern mit 45 Euro pro Quadratmeter deutlich aus.
Für gebrauchte Immobilien wurden 2007 im Kreis Kleve 388,8 Millionen Euro für 1559 Objekte aufgewandt. Davon waren 81 Prozent Ein- und Zweifamilienhäuser, die Zweidrittel des Erlöses erzielten. Im Nordkreis waren 32 Prozent der Häuslekäufer Niederländer, im Süden nur sieben Prozent. Rund knapp die Hälfte der Käufer kam jeweils aus der eigenen Kommune.
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