Kleve: Verein: 446 Unterschriften gegen Querspange
VON THOMAS CLAASSEN - zuletzt aktualisiert: 01.03.2010 - 11:50Kleve (RPO). Die Zahl spricht für sich. Sage und schreibe 446 Unters schriften gegen die Querspange neben der Eichenallee hat der Heimat- und Verkehrsverein Donsbrüggen innerhalb weniger Tage gesammelt.
Geschäftsführer Manfred de Haan: "Die Bewohner des Dorfes wurden besucht, von dem anstehenden Anliegen unterrichtet und haben sich dann bereitwillig in die Unterschriftenliste eingetragen." Es sei "nur äußerst vereinzelt dem Anliegen die Zustimmung versagt" worden.
"Hochgerechnet 80 Prozent
De Haan: "Berücksichtigt man weiter, dass bei den Besuchen rund 40 Prozent der Hausbewohner nicht angetroffen wurden, so ergibt sich hochgerechnet eine Quote von etwa 80 Prozent der wahlberechtigten Bürger, die sich gegen die Querspange ausgesprochen haben!" In Donsbrüggen werde "sehr wohl erkannt, dass die Politik die Interessen unseres Dorfes in keiner Weise berücksichtigt hat. Dies sollte eigentlich den Rat der Stadt Kleve zum Nachdenken anregen."
Manfred de Haan verwies erneut auf die seit vielen Jahren vorgesehene Trassenführung der B 9 neu ab Tennisschläger, "die einzig und allein den Menschen in Kranenburg, Nütterden, Donsbrüggen, Rindern und Kellen gerecht wird". Sie sei nicht etwa, wie häufig behauptet, tot, sie werde im Bundesverkehrswegeplan 2003 unter Nummer 243 als "vordringlicher Bedarf" gelistet.
"Unterstützt werden wir durch die Gemeinde Kranenburg", erinnerte Manfred de Haan gestern. "Es ist an der Zeit, die Verwirklichung der B 9 neu endlich aktiv seitens der Stadt Kleve zusammen mit der Gemeinde Kranenburg zu verfolgen und die entsprechenden Anträge zu stellen, nachdem durch mehrere Politiker bis in die letzten Tage hinein – siehe die Erklärung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Udo Janssen – öffentlich bekräftigt wurde, dass es nach wie vor das Ziel sei, die Bürger zu entlasten und die große Lösung einer neuen B 9 anzustreben, müssen diesen Worten nunmehr endlich auch Taten folgen."
Unter Naturschutz?
Niemand werde den Gegnern der "Querspangen-Pläne" nachsagen dürfen, dass sie gegen Naturschutz seien. "Es widerspricht aber dem Gedanken des Natur- und Umweltschutzes, wenn nicht mehr Wohl und Gesundheit der Menschen an erster Stelle stehen. Oder muss man auch den Menschen erst unter Naturschutz stellen?" Zustände wie in den 70-er Jahren, als in kurzer Zeit zwischen Kranenburg und Donsbrüggen 33 Verkehrstote zu beklagen waren, wolle ja niemand mehr.
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