Kleve: Verfahren gegen 1. FC kann Monate dauern
zuletzt aktualisiert: 15.08.2008Kleve (RPO). Wie Oberstaatsanwalt Günter Neifer gestern auf RP-Anfrage sagte, könne sich ein Verfahren, in dessen Rahmen umfangreiche Unterlagen sichergestellt wurden, Monate hinziehen. Neifer darf keine konkreten Auskünfte zu dem Fall 1. FC Kleve geben.
„Häufig ist es erforderlich, dass ein Sachverständiger hinzugezogen wird“, erklärt Neifer. Von der Menge der aus Düsseldorf angerückten Beamten auf die Schwere des möglichen Vergehens zu schließen, sei eine völlig falsche Schlussfolgerung, so Neifer. „Staatsanwaltschaftliche Tätigkeit oder Ermittlungen bedeuten nicht nur belastende, sondern auch entlastende Umstände festzustellen. Eine Anklage wird es nur dann geben, wenn nach Bewertung des Materials und sonstiger Ermittlungsergebnisse eine Verurteilung wahrscheinlich ist“, sagte Neifer. Falls das Material nicht für eine Anklage ausreiche, so der Oberstaatsanwalt, werde das Verfahren eben eingestellt.
Beim Treffen der Klever Fraktionsvorsitzenden mit der Verwaltungsspitze ist entschieden worden, dass, aufgrund der aktuellen Situation, es noch Gesprächsbedarf mit dem 1. FC gebe. Danach wird über den 1,4-Millionen-Euro-Zuschuss für den Stadionumbau entschieden, so Kleves Kämmerer Willibrord Haas. Das wirtschaftliche Gutachten über den 1. FC Kleve ist positiv ausgefallen.
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