Niederrhein: VGN zieht die Preise an
zuletzt aktualisiert: 10.04.2007Niederrhein (RPO). Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) erhöht in seinem Verbandsgebiet die Preise zum 1. August um durchschnittlich 3,9 Prozent (die RP berichtete). RP-Redakteur Uwe Plien fragte beim Vorsitzenden der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein, Otfried Kinzel, nach.
Herr Kinzel, zieht die VGN ebenfalls die Preise an?
Otfried Kinzel Wir werden zeitlich parallel reagieren. Also wie der VRR zum 1. August 2007.
Wie stark steigen die Preise?
Kinzel Wir sprechen vom gewichteten Mittel, und das liegt bei 2,27 Prozent Steigerung. Nach 14 Monaten Stabilität übrigens. Dazu ist zu sagen: Wir haben uns jeden einzelnen Fahrschein angesehen und analysiert. Und unser Handeln ist beeinflusst davon, dass wir keinen einzigen Fahrgast verlieren dürfen. Wir haben also nicht grundsätzlich in jedem Bereich die Preise erhöht.
Wie muss man sich das vorstellen?
Kinzel Wir schonen z.B. die Gelegenheitsfahrer. Und auch die Stammfahrer: Jahreskarten bleiben vom Preis her gleich. Rücksicht genommen haben wir auf die schwierige Situation der kommunalen Haushalte. Die Schülerjahreskarten werden mit den Kommunen als Schulträger tagesscharf abgerechnet. Und im nächsten Jahr gibt es mehr Schultage als in diesem. In diesem Bereich erhöhen wir zwischen 1,47 und 1,67 Prozent. Auf der anderen Seite wollen wir ungerechtfertigte Rabatte zurücknehmen. Ein Beispiel ist die Vierer-Karte, die man bisher auch im Bus kaufen konnte.
Immer wieder im Gespräch ist die mögliche Fusion von VRR und VGN. Das wünschen sich vor allen die Nutzer der Bahnstrecke Xanten-Duisburg.
Kinzel Richtigerweise spricht man vom Nahverkehrszweckverband Niederrhein (NVN), weil er für den Schienenverkehr zuständig ist. Der ÖPNV-Gesetzentwurf sieht einen möglichen Zusammenschluss zum 1.1.2008 vor. Bis dahin müssen aber noch viele Gespräche geführt werden.
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