Kranenburg: Vom Klamauk berauscht
VON PETER JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 09.02.2009Kranenburg (RPO). Die Krunekroane boten ein fünfstündiges Programm gespickt mit Brüllern und grandiosen Tanzeinlagen. Mit dabei Prinz Heini Toon Buur "dän Glöckner", der, noch nicht ganz fit, es dennoch bis zum Ende aushielt.
Auf die Plätze, fertig – die heiße Phase in Kranenburg ist eingeläutet. Wenn die Krunekroane rufen, dann bleibt in der feinen Stube der Grenzgemeinde kein Platz unbesetzt. Ein fünfstündiges karnevalistisches Feuerwerk boten die Organisierten ihrem Volk im Bürgerhaus. Und es war weit mehr dabei, als die üblichen Schenkel-Klopfer-Gags. Die gute Nachricht für alle Jecken: Prinz Heini Toon Buur "dän Glöckner" kann wieder Schunkeln. Das gesundheitlich angeschlagene Oberhaupt kam, hielt durch und ging erst als der letzte Vorhang gefallen war. Auch dabei war sein Sohn Prinz André I., der Engagierte, der in Ossenberg regiert. Der lobte seinen Vater: "Er hat fantastisch durchgehalten. Geplant war eigentlich, dass er nach der Pause geht." Dass der Prinz blieb, lag auch am mitreisenden Programm: Stefanie Jansen ließ das Jahr 2008 Revue passieren. Sie schaffte es, Dschungelcamp, Obama, Merkel, Wirtschaftskrise und vieles mehr in ein paar Minuten zu packen, bevor Dick und Doof aufräumten. Die Figuren waren Lars Gertzen und Marco Cox auf den Leib gezimmert. Sie hielten, was ihre Namen versprachen: Dick mit reichlich Balkon überm Gürtel und Doof spielte im Zwiegespräch eindrucksvoll, dass er die tiefen Teller nicht erfunden hat. Die zwei Cowboys Ulla Lohmann und Norbert Cloosters sangen über Kranenburger Themen: Draisine, wenig Ärzte, wo bleiben Takko und Deichmann? – ein Duo, das regelmäßig für beste Unterhaltung sorgt. Sandra Hollands als Anke Engelke fragte sich beim Blick in den Spiegel, warum dieser Körper derart sinnlos vor sich hinwelkt?
Ein starker Verein
Äußerst souverän führte Präsident Hans-Gerd Onckels durch das Programm. Bei der Sitzung passierte kaum etwas, was er nicht wollte. Die Krunekroane seien auf dem besten Weg, mitgliederstärkster Verein in Kranenburg zu werden, denn bald habe man den TuS eingeholt, so Onckels.
Für Abwechslung in der Studentenhochburg Kranenburg sorgte Angela Heek, die aus Frankreich kam und offen zugab, dass sie nicht so gut Deutschland spreche. Allein ihr Beitrag vom Gang über die Kranenburger Amüsiermeile "Große Rue" war eine Rakete wert. Wenn bei den Krunekroane rot-weiße Röcke über die Bühne wehen, dann ist die ganz große Show angesagt. Wirbelnde Beine, fliegende Zöpfe, es sind herrliche Bilder, die für erhöhten Puls sorgen. Mit Minis, Teenies und der großen Tanzgarde sind die Krunekroane gesegnet, was die hohe Kunst der Garde- und Showtänze betrifft. Dass es um den Nachwuchs bestens bestellt ist, demonstrierten auch Lukas und Florian Jansen: Zwei Vorpubertäre, die sich die 2. Rakete des Abends sicherten. Vom Leben auf dem Bauernhof berichteten Elisabeth Schneiders und Allzweckwaffe Ulla Lohmann. Zwei Traumtänzer im Badezimmer (Diana van Daalen und Sabine Bartjes) schafften es, sich derart erfolgreich bis zur Unkenntlichkeit zu präparieren, dass sie ohne Zugabe nicht davonkamen. Gefeiert wurden das Duo Sabine Bartjes und Gerd Rütten, die von Sitzungspräsident Hans-Gerd Onckels mit dem Lob: "Klamauk feinster Güteklasse" von der Bühne geholt wurden. Klaus van Egeren, Raimund van Laar und Diana van Daalen ernteten Applaus, bevor das berauschende Finale unter Mitwirkung der Arbeitsbienen eingeläutet wurde: Der Prinz warb noch für eine von ihm initiierte Spendenaktion für die argentinische Diözese Anatuya. Auch darauf gab's ein Dreifaches: Anatuya – Helau…
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



