Kleve: Vom platten Land nach Palma
VON ANNETTE SCHEEPERS - zuletzt aktualisiert: 05.07.2008Kleve (RPO). Die Boeing 737 der Fluggesellschaft Hamburg International wartet am Weezer Flughafen auf ihre Gäste für den ersten Flug von Weeze nach Palma de Mallorca. Zu den 134 Passagieren, die Maschine ist fast ausgebucht, zählt auch Familie Boll aus Twisteden. Lina-Sophie (5) und Mara (8) tragen Deutschland-T-Shirts und schwarz-rot-goldene Schminke und freuen sich mit ihren Eltern Sandra und Roland auf den Urlaub.
Ägypten und die Kanaren
Schon lange bestünden Beziehungen zwischen der Hamburger Charterfluggesellschaft, die gerade ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert hat, und dem Flughafen in Weeze. „Wir sind ein Nischencarrier, von daher passt Weeze gut zu uns“, sagte Geschäftsführer Norbert Grella. Zwei Mal in der Woche startet jetzt eine Maschine von Weeze nach Mallorca. Im Winter sollen vier weitere Ziele ab Weeze angeboten werden: Sharm-El-Sheik und Hurghada in Ägypten sowie die kanarischen Inseln Lanzarote und Gran Canaria.
Nächstes Jahr weitere Ziele
Weeze soll ein weiterer Standort der Hamburger Gesellschaft werden, die unter anderem von Saarbrücken, Baden und Karlsruhe abhebt. Im Sommer 2009 sollen weitere neue Ziele folgen. Türkei und Griechenland stünden dann in der engeren Auswahl. „Das hängt jedoch davon ab, wie weit wir mit den Verhandlungen mit unseren Reiseveranstaltern kommen“, sagt Management-Direktor Patrick Lutz. Langfristig sollen auch Veranstalter in den Niederlanden miteingebunden werden. „Anders geht es hier in Weeze auch gar nicht“, sagt Grella. Schließlich gehörten vier Millionen Niederländer zum Einzugsgebiet des Flughafens am Niederrhein. Ein Problem sehe er da nicht, schließlich hätten die Veranstalter, mit denen Hamburg International zusammenarbeite, wie TUI, Thomas Cook oder alltours, auch Dependenzen in den Niederlanden.
„Innerdeutsche Flüge wird es mit Hamburg International nicht geben“, sagt Grella. Die Gesellschaft sei ein klassischer Ferien-Charter. Die Hamburger Flotte wird seit Januar nach und nach durch den Airbus 319 ersetzt. „Wir werden die Boeing vermissen“, meint Grella, der selbst Pilot ist. Doch die Boeing sei ein Flugzeug der 60er Jahre und nicht mehr zeitgemäß. Zeitgemäß sei auch, Flüge über das Internet zu buchen. Mit Hamburg International könne man sowohl Katalogreisen als auch direkt einen einzelnen Flug im Netz buchen (www.hamburg-international.de).
Wer oft Ryanair fliegt, muss sich bei Hamburg International umgewöhnen: „Als klassische Charterfluggesellschaft bieten wir Getränke und Essen umsonst an. Bei uns gilt das Prinzip Vollservice. Dauert der Flug länger als drei Stunden, servieren wir auch warmes Essen“, sagt Grella. Und eine Sitzplatzreservierung ist ebenfalls möglich.
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