Kleve: Vom Schweizerhaus zum Skandal-Hotel
zuletzt aktualisiert: 23.04.2008Kleve (RPO). David Shemesh und Sabah Nissan hatten vor einigen Tagen in der Stadt Kleve für Furore gesorgt, als sie 3,75 Millionen Euro bei der Zwangsversteigerung für das „Parkhotel Schweizerhaus“ boten.
Die Übernahme platzte, da Shemesh sich mit der Westend Olympic GmbH, der Gläubiger-Bank, nicht einig geworden war. Es gab unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der auszufüllenden Überweisungsträger (die RP berichtete). Jetzt will sich der Israeli Shemesh mit seinem Partner ein Objekt in Delmenhorst an Land ziehen. Und dies ist eins, was national für ordentlich Bewegung in der Medienlandschaft sorgte. Es handelt sich um das „Hotel am Stadtpark“.
Dort wollte sich der rechtsextreme Anwalt Jürgen Rieger breitmachen. Sein geplantes Neonazi-Zentrum wurde in einer Gemeinschaftsaktion von der Stadt und seinen Bürgern vereitelt. Die Einwohner liefen Sturm gegen den geplanten Verkauf an Rieger. Sie organisierten Demonstrationen, Unterschriftensammlungen und ein „Rock gegen Rechts“-Konzert. Im Dezember 2006 kaufte dann die Stadt das Hotel.
Eine Million Euro hatten die Bürger gesammelt, um den Einzug der Rechtsradikalen im „Hotel am Stadtpark“ zu verhindern. Ob die beiden ehemaligen Schweizerhaus-Interessenten dort zum Zug kommen, ist noch unsicher. Man hat schriftlich Interesse angemeldet. Zudem liegt der Preis deutlich unter dem des Schweizerhauses.
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