Kleve: Vom Winde verweht . . .
VON THOMAS CLAASSEN - zuletzt aktualisiert: 13.01.2007Kleve (RPO). Übers Wetter reden wir ja immer, gerade wir, die Niederrheiner. Auf Regen folgt Regen folgt Regen mit Sturm folgt Regen. . . und manchmal die Erleichterung, so wie gerade diese Woche. Das uns angedrohte verheerende Orkantief verschonte uns weitgehend, bevor gestern die ganz gewöhnlichen Regenwolken das Klever Land wieder in dieses deprimierend bleierne Licht tauchten. Schön, wenn andere an anderes denken – ihren Hochzeitstermin. Wenn’s für den 07.07.07 nicht mehr klappt, dann haben wir ja noch die nächsten Jahre. bis zum 12.12.12 kann man sich’s ja noch überlegen . . .
Nicht mehr überlegt hatten die Kreishandwerkerschaft. Eine kleine RP-Nachricht auf der 1. Seite markierte vor Wochen den Auftakt dieser „Immer wieder!“-Diskussion um und zwischen Kleve und Goch. Gut – man höre mal, wie das klingt: „Kreishandwerkerschaft Kleve – Sitz Goch“. Schön oder nicht? Seltsam auf alle Fälle. Klar, dass in der Kreisstadt ohne direkten Autobahnanschluss dieser neuerliche Wegzug nach Goch mit direktem Autobahnanschluss noch für Zündstoff sorgen wird.
Einen Einkaufs-Magneten wie Kleve mit dem eoc indes wird Goch auf absehbare Zeit so nicht ins Rennen werfen können. Umzug von anderer Stelle der Stadt hin zu diesem lebendigsten Platz Kleves – dafür gab es diese Woche neuerlich Beispiele. Und zwar gute dafür, dass nicht nur der „ganz normale“ Einzelhandel das eoc als eine neue Mitte der Stadt sieht. „Der Bär brummt“, sagten die alten Klever, wenn die Sirene die Schüsterkes an die Steppmaschinen rief. „Der Bär brummt“, können jetzt die jungen Klever sagen, wenn sie an das denken, was auf dem ehemaligen Hoffmanngelände so alles rumrüselt.
Und mit diesen Gedanken wird der bevor stehende Wegzug der handwerk(er)lichen Selbstverwaltung nach Goch dann schon viel leichter zu verkraften sein. . .
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