Kleve: Vorbei: 34 Jahre Asperden
VON WERNER STALDER - zuletzt aktualisiert: 17.04.2008Kleve (RPO). Hier passt der Spruch „Eine Ära geht zu Ende“: Pastor Günter Leuken verlässt nach weit mehr als drei Jahrzehnten „seine“ Asperdener Gemeinde St. Vincentius. Die bereitet dem beliebten Geistlichen zum Abschied ein großes Fest.
GOCH-ASPERDEN Das war ein Schock am 10. Dezember 2001, als das Pastorat in Asperden in hellen Flammen stand. Pastor Günter Leuken stand im Schlafanzug auf der Straße und rief den Feuerwehrleuten zu: „Haltet den Schlauch auf den Tresor“. Die wertvollen Kirchenbücher konnten gerettet werden, nicht aber seine Wohnung und die seiner langjährigen treuen Haushälterin Aloysia Lamers. Zudem wurden seine Bibliothek mit 500 Büchern und viele Arbeitsunterlagen ein Raub der Flammen. Gespenstisch: Sieben angekohlte Heiligenfiguren standen auf dem Speicher, rundum alles verbrannt!
Gottvertrauen und Gelassenheit
Pastor Leuken aber stellte trotz allem sein Gottvertrauen und seine Gelassenheit unter Beweis. Er wurde am 24. April 1933 in Geldern geboren und am 2. Februar 1961 von Bischof Dr. Michael Keller im Dom zu Münster zum Priester geweiht. Seiner Einführung als Pfarrer von St. Vincentius in Asperden am 20. Januar 1974 gingen nach kurzzeitiger Aushilfe in Uedem (1961) seelsorgliche Lehrjahre als Kaplan in Rumeln-Kaldenhausen, in Pfalzdorf (1966-1970) und im westfälischen Ramsdorf voraus. Der in seiner Gemeinde und weit darüber hinaus sehr geschätzte Seelsorger war von 1975 bis 1994 sowohl Leiter des Pfarrverbandes Goch und als „Definitor“ auch Stellvertreter des Dechanten, bevor er von 1994 bis 2000 selbst Dechant des Dekanates Goch war. 1984 übernahm Pastor Leuken zusätzlich zur Pfarrei St. Vincentius Asperden-Nierswalde die Aufgabe des Pfarrverwalters für die Gemeinde Mariä Opferung, Hülm. Am Sonntag, 27. April, verabschiedet sich die Pfarrgemeinde nach 34 gemeinsamen Jahren von ihrem Pfarrer. Pastor Leuken wird als emeritierter Pfarrer eine Seniorenwohnung im St. Martinusstift in Elten beziehen. In diesem Haus kann er weiter Gottesdienste feiern.
Nicht im Wege stehen
„Ich möchte denen, die zukünftig die Verantwortung übernehmen, nicht im Wege stehen“, ist seine Meinung. Am 27. April beginnt der Gottesdienst um 10 Uhr. Kirchenchor und Flötengruppe werden die Messe musikalisch mitgestalten, bevor Pfarrer Leuken beim festlichen Umzug, begleitet vom Tambourcorps Asperden, Station bei der Schule und dem Kindergarten machen und zum Pfarrheim zur Abschiedsfeier eintreffen wird.
Joachim Duderstadt vom Pfarrgemeinderat bringt es auf den Punkt: „Bei diesem Empfang wird Dank gesagt werden für all das, was in diesen Jahren durch menschliches Bemühen und mit Gottes Hilfe gelang. Die Gemeinde wird sich dankbar an eine gute, von Pastor Leukens weitherziger Seelsorge geprägte gemeinsame Zeit erinnern. Oft überwand er mit Geschick und Humor schwierige Situationen.“
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