Kleve: Wanderer, Wege, Hunde und Wilderei
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 27.10.2009Kleve (RPO). Herbstzeit ist eine der schönsten im Klever Reichswald – vor allem, wenn die Sonne durchkommt und das Herbstlaub in allen erdenklichen Farben erstrahlt. Im stadtnahen Tiergarten wird der Oktober für die Klever Garten, HeimatHatte noch vor kurzer Zeit Rainer Hoymann vom Heimatverein auf den schlechten Zustand des Schlangenweges hingewiesen. prompt reagierte man in Kleve, das historisch bedeutende "Wege-Werk" zu restaurieren.
Seit Tagen arbeiten Beschäftigte des Theodor Brauer Hauses daran, den Weg wieder fit für die nächsten Jahre zu machen, die sich wie eine Riesenschlange hinaus windenden Pfad beim alten Forsthaus wieder auf Vordermann zu bringen. "Da haben wir natürlich gerne ja gesagt, als Theordor-Brauer-Haus und Stadtmarketing bei uns angefragt haben", sagte gestern Kleves Revierförster Joachim Böhmer im Gespräch mit der RP. Ihm sind vor allem auch die Spaziergänger im Wald willkommen, der Forst ist stets bemüht, die durch die Arbeiten manchmal in Mitleidenschaft gezogenen wege schnell wieder gangbar zu machen. Dabei müssen Wanderer sich nicht stur an den Weg halten – sie dürften auch, wenn sie denn unbedingt wollen, davon abschweifen, sagt Böhmer. Aber: "Eigentlich wäre es besser, sich auf den Wegen zu halten".
Im Wald an die Leine?
Und die Hunde? "Das ist ein ganz anderes Kapitel", sagt Böhmer. Erst am Samstag erwischte er drei Hunde, einem Mischling, einem Border-Collie und einen kleineren Terrier, die ein Reh hetzten. Der Versuch, das verletzte Tier zu erlegen, misslang. "Wir müssen es schnell finden, sonst verendet es elendig", sagt ein nachdenklicher Forstbeamter. Also Hunde an die Leine? "Das ist grundsätzlich nicht nötig", so der Forstbeamte. Hunde dürfen, das bestätigt auch Forstdirektor Hanns Karl Ganser, auf dem Weg frei laufen. Wenn sie 20 bis 30 Meter rechts und links des Wegs laufen, dürfen sie das auch – solange sie im Einwirkungsbereich ihres Herrchens sind. "Das ist bei 500 Metern nicht mehr der Fall", sagt Böhmer.
Die Konsequenz: hetzen sie ein Tier, gibt es eine Anzeige mit Bußgeld wegen Tierquälerei und Wilderei, wie jetzt bei der Führerin der drei Hunde, die Böhmer beim Hetzen erwischte. "Das ist kein Kavaliersdelikt", betont Ganser. Das kann teuer werden. "Deshalb: Wenn der Hund nicht hört, sollte man ihn grundsätzlich an die Leine nehmen", mahnen Ganser und Böhmer.
Leinenpflicht besteht im Waldnaturschutzgebiet Geldenberg. Hier darf auch der Wanderer den Weg nicht verlassen. Ebenso dürfen Herr und Hund grundsätzlich nicht auf Wildwiesen, in Dickungen und in Forstkulturen.
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