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Kleve: Weniger Autos auf Klever Ring

VON MARC CATTELAENS - zuletzt aktualisiert: 03.01.2012

Kleve (RP). Laut einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen hat der Verkehr auf einem Teilstück des Klever Rings deutlich abgenommen, seit es die Nordumgehung gibt. An Qualburg rauschen jetzt mehr Fahrzeuge vorbei.

Auch für die Emmericher Straße hat die Nordumgehung eine Entlastung gebracht – zumindest vom Ortsausgang Kellen bis zur Rheinbrücke.  Foto:  Evers
Auch für die Emmericher Straße hat die Nordumgehung eine Entlastung gebracht – zumindest vom Ortsausgang Kellen bis zur Rheinbrücke. Foto: Evers

Alle fünf Jahre zählen die Mitarbeiter der Bundesanstalt für Straßenwesen den Verkehr auf den Bundesstraßen. In 2005 hatten sie am Klever Ring dabei deutlich mehr zu tun. Damals waren zwischen Emmericher Straße (B 220) und Hotel Cleve durchschnittlich 17 500 Fahrzeuge unterwegs, im Jahr 2010 waren es durchschnittlich noch 13 200.

Grund für diesen Rückgang um 4300 Fahrzeuge täglich ist offenbar die Nordumgehung. Die Strecke, die in der Verlängerung von der Rheinbrücke vor Emmerich über Griethausen bis zum Hotel Cleve reicht, wird vor allem von Lkw-Fahrern gut angenommen. Für die Strecke Emmericher Straße bis Hotel Kleve bedeutet dies eine Entlastung.

Info

Die Zählung

Datum Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat im Jahr 2010 an acht Tagen den Verkehr gezählt. Der erste Tag der Zählung war der 13. April, der letzte Tag der 30. September 2010.

Weitere Ergebnisse B 9: Krankenhaus bis Weißes Tor: - 11,9 Prozent; Uedemer Straße bis B 57: -2,6 Prozent; B 57 bis Emmericher Straße: 0 Prozent. B 67: Goch bis Kreisverkehr Lindchen; + 9,5 Prozent.

Für Dirk Posdena, Leiter des Klever Bau- und Planungsamts, ist der Effekt der Nordumgehung eindeutig. "Obwohl wir keine Zahlen haben, wie viele Fahrzeuge die Industriestraße täglich befahren, ist es offensichtlich, dass die Straße den Klever Ring entlastet."

Vor allem der Schwerlastverkehr rolle über die Nordumgehung. "Der von der Bundesanstalt ermittelte Rückgang des Verkehrs auf dem Klever Ring um 32,5 Prozent entspricht in etwa den Prognosen vor dem Bau der Nordumgehung", betont Posdena.

Für die positive Wirkung der Nordumgehung sprechen weitere Zahlen. So hat der Verkehr von Ortsausgang Kellen bis zur Rheinbrücke über die B 220 abgenommen. Während 2005 dort noch 15 200 Fahrzeuge täglich rollten, waren es in 2010 14 800 Fahrzeuge. Zwischen Rheinbrücke und Emmerich hat der Verkehr in den fünf Jahren hingegen deutlich zugenommen (plus 9,6 Prozent).

Im Kellener Ortskern befuhren im Jahr 2010 laut Statistik 15 600 Fahrzeuge die Emmericher Straße. Wie viele es im Jahr 2005 waren, hat die Bundesanstalt damals nicht erfasst.

Eine stärkere Verkehrsbelastung haben inzwischen die Qualburger zu beklagen. So stieg der Verkehr laut Statistik von 2005 bis 2010 auf der B 57 zwischen Kleve und Qualburg um 33 Prozent. 9600 Fahrzeuge am Tag befuhren diesen Streckenabschnitt im Jahr 2010.

Georg Seves, Fachbereichsleiter Öffentliche Ordnung und Schule in Bedburg-Hau, kann nur vermuten, worin dieser Anstieg begründet ist. Für die wahrscheinlichste Ursache dieser Verkehrszunahme hält Seves das 2009 eröffnete Einkaufszentrum neben dem Rathaus, das Besucher auch aus Kleve und Goch anziehe.

Auch der grenznahe Verkehr hat zugenommen. So fuhren im Jahr 2010 auf der B 9 zwischen dem "Tennisschläger" in Kranenburg und dem Grenzübergang Wyler 22,5 Prozent mehr Fahrzeuge als noch 2005. Zwischen Kehrum und Niedermörmter war ein Anstieg des Verkehrs um 14,1 Prozent zu verzeichnen.

Quelle: RP/jul


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