Kleve: Wie die Elektrische
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 25.08.2008Kleve (RPO). Seit Samstag fährt er offiziell – der Klever City-Train. Bürgermeister Theo Brauer gab vor dem RP-Bus den Startschuss im Rahmen der Initiative Ab in die Mitte. Die geht in Kleve zusammen mit der NIAG rund um den ÖPNV
Seit Samstag fährt er im Takt: Der Klever Citytrain – jenes Bähnchen auf den Spuren der Elektischen, die einst das Klever Straßenbild prägte. Vom Bahnhof zum eoc. und zurück – und das im Stundentakt ohne Fahrpreis – zockelt der „Zug“ mit seinen beiden Anhängern die Stadt ’rauf und ’runter, verbindet das boomende Einkaufszentrum in der Klever Oberstadt mit dem Flair der City unterm Schwanenturm, den Großeinkauf für die Woche mit dem Flanieren an Klever Innenstadtgeschäfte vorbei.
Es fehlte nur Glenn Millers „Chattanooga Choo Choo“, als gestern in der Klever City die Cleve-Band der Kreismusikschule mit flottem Big-Band-Jazz den kleinen grünen Zug begrüßte, der laut schellend die Stadt heraufzog. Mit „Ab in die Mitte“ wurde in Kleve nämlich ein zukunftsträchtiges Projekt ausgezeichnet: „Wir wollen mit dem Zug die Menschen in Kleve noch mobiler machen, ohne dass sie ins Auto müssen“, sagte ein wie immer strahlender Klever Bürgermeister Theo Brauer zur Eröffnung am Samstag. Tatsächlich läuft hier ein Versuch: Nehmen die Klever den Zug an, soll er über die „Ab in die Mitte“-Woche hinaus als ständige Einrichtung durch die Stadt fahren. Natürlich dann nicht als touristisches Bimmelbähnchen, sondern als ernstzunehmender Citybus wie eine Straßenbahn.
Der Citytrain-Zug
Sollten die Klever den jetzt fahrenden Citytrain regelmäßig benutzen und so die Notwendigkeit dieser innerstädtischen Verbindung aufzeigen, soll es eine ständige Einrichtung werden. Dann wird allerdings über die Anschaffung eines „richtigen“ City-Zuges mit einem Unimog als Zugmaschine nachgedacht. Investition: 200 000 bis 300 000 Euro. „Sicherlich werden wir mit der Stadt über eine Beteiligung an einer solchen Investition verhandeln müssen“. Bürgermeister Theo Brauer möchte die Ergebnisse der Versuchswoche abwarten, unterstrich aber: „Wir sind an einer´dauerhaften Einrichtung city-Zug stark interessiert“.
Deshalb wird der Citytrain auch nicht nur die Woche „Ab in die Mitte“ stündlich vom Bahnhof über die Haltestellen Herzogbrücke, Nähe Kaufhof, Fischmarkt, Neue Mitte/Böllenstege, Post, Realschule und eoc. sowie zurück fahren, sondern weiter darüber hinaus – dann im 30-Minuten-Takt. „Die Klever können hier mit den Füßen abstimmen, ob sie diese Verbindung wollen“, so Brauer im RP-Gespräch. Es gehe darum, mal „effkes“ (so Brauer) die Stadt runter zu fahren. Auch biete der Zug vielen Niederländern, die im eoc. einkaufen, einen einfachen und schönen Weg in die Stadt an, wo sie einen Geschäftsbummel machen oder die Atmosphäre der Straßencafés genießen können. Tatsächlich gehört der Citytrain, so Josef Kannenberg, Leiter der Klever NIAG-Niederlassung, zum neuen Verkehrskonzept des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) am Niederrhein. So hat der City-Zug Anschluss an den Schnellbus nach Nimwegen.
RP: Mobile Redaktion
In der Projektwoche gibt’s noch viele Angebote rund um das „busbare“ Kleve: So startet am heutigen Montag die mobile Redaktion der RP-Kleve am RP-Bus – dann stehen von 11 bis 13 Uhr RP-Redakteure Rede und Antwort, am Abend startet das „Speed-Dating“ im Train und am Fischmarkt präsentieren sich die Klever Geschäftsleute.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







