Kranenburg: Windkraft: Hoffnung durch Abendsegler
VON PETER JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 25.11.2009Kranenburg (RPO). Die Bürgerinitiative, die sich in Kranenburg-Frasselt gegen den Bau der dort geplanten Windkraftanlagen formiert hat, schöpft neue Hoffnung. Bei dem Bestreben, die Anlagen zu verhindern, könnte der kleine Abendsegler wichtige Hilfestellung leisten.
Das possierliche Tierchen ist eine Fledermausart, die offenbar auch ihre Kreise in der Gegend zieht, wo die Anlagen geplant sind. Biologe Dietrich Cerff, Naturschutzreferent bei der Kranenburger Naturschutzstation, bestätigte die Beobachtung. "Ich habe sie dort gesehen. Doch ist dies alleine sicherlich kein K.o.-Kriterium. Eine abschließende Bewertung der naturschutzrelevaten Punkte ist erst möglich, wenn mir das Gutachten des Anlagenbauers vorliegt", sagte Cerff.
Die Kranenburger-Initiative hat sich zudem die Dienste eines renomierten Fledermausexperten gesichert und will ihre Erkenntnisse nicht im Vorfeld preisgeben. Frank Breuer vom Anlagenbauer Energiekontor AG, bleibt auch nach dem Fund so gelassen wie zuvor. "Dass es dort Fledermäuse gibt, ist uns schon lange klar. Die Frage ist immer, ob vom Bau einer Anlage eine Gefährdung der Population ausgeht." Das Argument "Zerstörung des Landschaftsbilds" hat bei Breuer in etwa den Wert einer vertrockneten Yucca-Palme.
"Wenn gar nichts mehr zieht, dann wird immer das Landschaftsbild angeführt", sagt der Projektleiter der Krefelder Firma. Die Gutachten der Energiekontor AG über die Brutvögel und Fledermäuse sind abgeschlossen. Beide mit dem Vermerk: keine Auffälligkeiten im Aufgabengebiet. Jetzt fehlt noch die Expertise zu den Rastvögeln. 2010 soll der Bauantrag gestellt werden.
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