Niederrhein: "Wir machen Zukunft!"
VON JÜRGEN LOOSEN - zuletzt aktualisiert: 25.08.2009Niederrhein (RPO). Titelverteidiger Wolfgang Spreen (CDU) geht als klarer Favorit ins Rennen um den Posten des Landrats im Kreis. Der 54-jährige Verwaltungsexperte hat seinen "Traumberuf gefunden" und will neue Chancen nutzen.
kreis kleve Als Wolfgang Spreen vor fünf Jahren antrat, um Landrat des Kreises Kleve zu werden, da bezeichnete er das Amt als "meinen Traumberuf". Heute sagt der 54 Jahre alte CDU-Politiker: "Es hat sich bestätigt, das ist wirklich mein Traumberuf, und ich möchte ihn gerne weiter machen." Daran zweifelt wohl auch kaum einer, denn Spreen wurde 2004 mit dem Rekordergebnis von 57,9 Prozent der Stimmen, das beste Resultat im CDU-Bezirksverband Niederrhein, von den Bürgern auf den Chefsessel im Kreishaus gehievt und lag klar vor seiner Partei, die es mit immerhin 54,8 Prozent ebenfalls auf die Spitzenposition am Niederrhein gebracht hatte.
Spreen lässt Erfolge sprechen
Der Weg zum Landrat
Wolfgang Spreen wurde in Berlin am 25. März 1955 geboren. Als er 15 Jahre alt war, wurde sein Vater ins Postministerium Bonn versetzt – die Familie, , zu der auch zwei jüngere Schwestern gehören, kam nit. Nach dem Abitur machte Spreen eine Bankkaufmann-Lehre, studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft. Er begann als Beamter beim Rheinisch-Bergischen Kreis, wurde am 1.1.1998 zum Kreisdirektor in Kleve gewählt. Landrat ist er seit 2004.
Der unbestrittene Verwaltungsfachmann, der vor der Kommunalwahl 2004 schon sieben Jahre als Kreisdirektor an verantwortlicher Stelle gearbeitet hatte, ist keiner, der gerne austeilt. Statt dessen lässt er Erfolge für sich sprechen. Die drei spektakulärsten sind sicherlich der steile Aufstieg des Airports Weeze bis auf die Nummer 3 der Flughäfen im Land NRW, die hochgelobte Arbeit des Kreises als Optionskommune mit erfolgreicher Vermittlung der Langzeitarbeitslosen, und natürlich die Entscheidung für den Hauptsitz der neu gegründeten Hochschule Rhein-Waal in der Kreisstadt Kleve. "Das war ein sehr schöner Erfolg für den Kreis Kleve, mit dem vorher nun wirklich keiner rechnen konnte", freut sich Spreen über den unverhofften Coup.
Nicht nur diese drei Tätigkeitsfelder nimmt Spreen als Beweis dafür, dass sein Motto 2004 "Chancen nutzen – Zukunft gestalten!" umgesetzt wurde. "Ich denke, das ist uns gelungen", sagt die Nummer 1 im Kreis, und hat mit dem aktuellen Slogan eine Anknüpfung gefunden. "Wir machen Zukunft !", lautet seine Wahlkampf-Devise. "Zum einen wollen wir selbstverständlich das Erreichte erfolgreich fortführen, zum anderen bergen Groß-Projekte wie die Hochschule und der Flughafen mit heute knapp 2,3 Millionen Passagieren jährlich und 1200 Arbeitskräften noch großes Potenzial. Und natürlich gilt es neue Chancen, die heute noch keiner kennt, zu nutzen", sagt Spreen, dem übrigens dafür mehr Zeit bleiben würde, denn der Landrat wird wie die Bürgermeister für sechs Jahre ins Amt gewählt.
Den Bürgern, Kommunen und Politikern ein verlässlicher und fairer Partner sein und mit den gut 1000 Beschäftigten in der Verwaltung in einem guten Betriebsklima weiter arbeiten, hat sich Spreen für die Darstellung nach Außen wie Innen auf die Fahnen geschrieben. Getreu seiner Devise: "Ich verspreche wenig, aber was ich zusage, das halte ich auch!"
Das Wort Freizeit bedeutet für Spreen die Familie mit Ehefrau Ute und den Töchtern Nadja und Tanja, die schon längst im Klever Ortsteil Materborn heimisch geworden sind, aber auch Joggen, ein gutes Buch lesen oder mit dem Fahrrad den Niederrhein erkunden.
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