Kalkar: Wunderland Kalkar: Eventhalle für Hönnepel
VON LUDWIG KRAUSE - zuletzt aktualisiert: 04.11.2011Hönnepel (RP). Im Wunderland Kalkar soll bis zum Frühjahr 2012 eine 6000 Quadratmeter große Eventhalle für 2,5 Millionen Euro entstehen. Die Pläne sind letzte Woche bei der Kreis Klever Bauaufsichtsbehörde abgegeben worden.
Vom "Schnellen Brüter" zum Hotel-, Business- und Freizeitpark. Das Wunderland Kalkar hat in den letzten Jahrzehnten wahrlich eine wundersame Wandlung durchgemacht. Seit 1995 hat Investor Hennie van der Most 50 Millionen Euro in den Park investiert, in den letzten zehn Jahren sind allein 40 Millionen Euro Löhne an die Mitarbeiter ausgezahlt worden. In der Hauptsaison beschäftigt man bis zu 500 Personen, davon derzeit 120 Vollzeitangestellte. Im Schnitt kommen ungefähr 600 000 Besucher im Jahr.
"Es war nicht immer einfach, ganz im Gegenteil", sagt Han Groot Obbink, Geschäftsführer vom Wunderland Kalkar. Die Wirtschaftskrise sei auch nicht spurlos am Freizeitpark vorbeigegangen. Darum soll jetzt investiert werden, um neue Kunden zu locken.
Mitarbeiter aus Region
Inzwischen beschäftigt die Kernwasser Wunderland Freizeitpark GmbH rund 120 Vollzeitangestellte. Die Zahl variiert aber je nach Saison.
Der Anteil von deutschen und niederländischen Mitarbeitern liegt ungefähr bei 85 zu 15 Prozent.
"Letztere wohnen und leben aber auch in Kalkar", betont Groot Obbink.
Messeangebot wird ausgebaut
Zusätzlich zu den bereits bestehenden 3000 Quadratmetern Präsentationsfläche für Kongresse, Fach- und Verbrauchermessen soll eine 6000 Quadratmeter große Eventhalle gebaut werden.
Die entsprechenden Pläne seien letzte Woche bei der Bauaufsichtsbehörde des Kreises Kleve eingereicht worden, bereits im Frühjahr nächsten Jahres soll das Bauvorhaben abgeschlossen sein. "Am liebsten würden wir morgen anfangen zu bauen", sagt er voller Enthusiasmus. Bürgermeister Fonck rechnet ebenfalls mit einer raschen Baugenehmigung. "Was hier entwickelt wurde ist gigantisch. Herr van der Most war und ist bis zum heutigen Tag ein absoluter Glücksfall für die Stadt Kalkar", sagt er.
Geplant sind Kosten im Umfang von 2,5 Millionen Euro, komplett eigenkapitalfinanziert, wie Groot Ebbink betont. "Seit Mitte Oktober ist das Wunderland Kalkar fremdkapitalfrei, seitdem können die gesamten Einnahmen direkt in den Park investiert werden", fährt er fort. Weiterhin ist in Planung, sowohl auf dem Flachdach der Halle als auch auf Dächern bereits bestehender Gebäude Photovoltaikanlagen zu installieren. Zusätzlich soll die Beheizung der Anlagen über ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk betrieben werden, die Ausschreibung folgt in Kürze.
Großer Einsatz
"Durch großen Einsatz haben es die engagierten Niederländer geschafft, in der Region Misstrauen gegenüber dem Projekt in Vertrauen umzuwandeln", sagte Bürgermeister Fonck. Groot Obbink hofft, dass die Zusammenarbeit mit den deutschen Banken in Zukunft noch besser wird. Diese hätten in der Vergangenheit mit sehr großer Skepsis gegenüber den Hönnepeler Bauvorhaben reagiert.
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