Kalkar: Wunderland wird erweitert
VON LUDGER DISTELKAMP - zuletzt aktualisiert: 18.08.2007Kalkar (RPO). Ein künstlicher See für Wasserski-Meisterschaften, eine neue zweigeschossige Halle, die auch für Messen genutzt werden kann, eine Kartbahn und die Vergrößerung der vorhandenen Quadbahn-Anlage. Diese Investition will das Wunderland Kalkar bis 2008 umsetzen. Der Planungausschuss des Kalkarer Rates hat jetzt die rechtlichen Weichen für das Vorhaben gestellt. Dafür wird ein Bebauungsplan aufgestellt. Die 14,4 Hektar große Fläche erstreckt sich von der Freizeitstätte bis zum Kreisverkehr Richtung Grieth. Mit dem neuen Projekt ist laut Stadt die Dreiteilung des Freizeitparkes vorgesehen: in das Wunderland Kalkar, den Familienpark und die neuen Projekte.
In Bylerward soll kein Kies abgebaut werden. Dies fordert der Kalkarer Planungsausschuss vom Planungsrat bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Dieses Gremium entscheidet über neue Abgrabungsflächen in den nächsten 25 Jahren. Im so genannten Regionalplan zur Rohstoffsicherung will Düsseldorf Bylerward als Abbaugebiet ausweisen. Der Kalkarer Planungsausschuss ist allerdings bis auf die Grünen damit einverstanden, dass die beiden Kieswerke in Wissel und Hönnepel in den nächsten 25 Jahren neue Abgrabungsgebiete erschließen können. In Wissel sollen es knapp 100, in Hönnepel etwa 50 Hektar sein. Einverstanden sind die Kalkarer Kommunalpolitiker mit einer Auskiesung des Deichvorlandes gegenüber dem Emmericher Rheinufer. Denn das schaffe mehr Sicherheit bei Hochwasser, da die Vertiefung vor dem Wall mehr Stauraum bei Fluten biete. Die Grünen stimmten dagegen: Bei Extremhochwassser seien Rückhaltebecken im Deichhinterland als Schutz effektiver.
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