Kleve: Zentralabitur zielorientiert
zuletzt aktualisiert: 30.03.2007Kleve (RPO). Zum ersten Mal legen Schüler im Land NRW das Zentralabitur ab. Mit Deutschklausuren hat alles begonnen. Wie ist es den Schülern an den Kreis-Gymnasien ergangen? Gerhard van Leewen, Schulleiter am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Kellen, zog im Gespräch mit RP-Mitarbeiterin Jennifer Minke eine Zwischenbilanz.
Wie ist der erste Eindruck des „neuen“ Abiturs?
Gerhard van Leewen Der erste Eindruck ist absolut positiv. Die Deutsch- und Englischklausuren sind vorüber. Morgen geht es mit den Leistungskursen Erziehungswissenschaft und Erdkunde weiter. Ich denke, auch die Schüler sind mit dem derzeitigen Verlauf zufrieden und haben die Umstellung gut aufgenommen. Die Vorbereitung ist schließlich sehr zielorientiert, was für die Schüler ein Vorteil ist.
Ist das Zentralabitur besser oder schlechter als das alte Abitur?
van Leewen Die Erfahrung zeigt, dass es besser ist. In den Ländern, wie Frankreich oder auch in den Bundesländern Bayern oder Baden-Württemberg hat sich gezeigt, dass ein neutrales Abitur Vorteile hat. Die Prüfungen sind nun nicht mehr so personenorientiert und damit werden die subjektiven Momente weniger. Alles ist streng bepunktet. In Zukunft ist der Name sogar nicht mehr erkenntlich.
Wie läuft das Zentralabitur ab?
van Leewen Die Klausuren werden uns vom Ministerium auf einem speziellen Server zur Verfügung gestellt. Die Zugangsdaten haben wir vorher per Post erhalten. Alles ist hochgradig verschlüsselt. Die Fachlehrer wählen dann die Aufgaben aus. Danach werden die Aufgaben an einem sicheren Ort verwahrt.
Wie war die Reaktion vor den ersten Klausuren?
van Leewen Einige waren besorgt, aber ich glaube, das ist normal. Typisch Mensch. Etwas Unbekanntes irritiert ihn.
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