Kleve: Zimtsterne auf Zeitreise
VON MICHAEL BAERS - zuletzt aktualisiert: 04.12.2008Kleve (RPO). Das Klostergut Graefenthal lädt zum 1. Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt vom 5. bis 7. Dezember ein. 80 Stände und ein spektakuläres Krippenspiel sorgen für eine außergewöhnliche Stimmung vor historischer Kulisse.
GOCH-ASPERDEN Glühwein, Zimtsterne und Gedrängel vor dem Krippenspiel. Weihnachtsmärkte sind eben alle irgendwie gleich. Alle? Nicht alle, denn Gastronom Jan Spronk wagt gemeinsam mit Deutschlands führendem Veranstalter mittelalterlicher Märkte und historischer Feste „Burgenmarketing“, dem Eigentümer von Gut Graefenthal, Ysbrandt Roovers, und der Stadt Goch etwas vollkommen Neues. Vom 5. bis 7. Dezember wird auf dem Gelände des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters der 1. Mittelalterliche Weihnachtsmarkt seine Tore öffnen und ein festliches Programm bieten.
„Enormer Zulauf“
Besonders begeistert ist Spronk von der Zahl der Anmeldungen. „Nach dem erfolgreichen Ostermarkt und der Bekanntmachung in den Medien gab es einen enormen Zulauf“, so der junge Gastronom. Mittlerweile liegen Anmeldungen für rund 80 Stände und Installationen im Innen- und Außenbereich des Areals vor.
Stände zum Thema Mittelalter wird es im Innenhof rund um die Bühne geben, auf der Samstag und Sonntag Live-Musik erklingt. Im mittelalterlichen Ambiente des Kreuzgangs, Kaminzimmers und Dachbodens werden klassische Weihnachtsstände platziert, um Anlass und Ansinnen harmonisch zu verbinden.
Von Myrrhe bis Weihrauch, von Met bis Glühwein, von Wildfleisch bis Lebkuchen wird für jeden Geschmack etwas angeboten. Viele der hochwertigen Handwerksgegenstände werden während des Marktes vor den Augen der Zuschauer in Handarbeit angefertigt. Maler, Glaser, Goldschmiede und viele mehr sind vertreten. Außerdem gibt es Krippen aus Holz und passendes Zubehör. Weihnachten und das Mittelalter werden nicht nur erlebt, sondern greifbar. Doch damit nicht genug. Im hinteren Bereich, idyllisch am See gelegen, wird ein einmaliges Krippenspiel gezeigt. In mittelhochdeutscher und lateinischer Sprache will das Team vom „Burgenmarketing“ die Nonstop-Vorführungen rund um Herberge und Krippe zu einem unvergesslichen Schauspiel machen.
Neben der Märchenerzählerin Fabulix, dem arbeitslosen Henker (bietet „Spliss-Behandlungen“ und „Ent-Partnerungen“ an), Gauklern, die bunte Bälle und flammende Keulen umherwirbeln sowie Spielleuten, die sich mit altertümlichen Instrumenten Gehör verschaffen, trägt auch die überwiegend natürliche Beleuchtung zum unvergleichlichen Charme bei.
Die Beteiligten sind jedenfalls sicher: Der Spagat zwischen Mittelalter und Weihnachtsmarkt wird bestimmt gelingen. Darauf einen Glühwein.
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