Kleve: Zwei Dekkers-Fälle
zuletzt aktualisiert: 16.02.2008
Rob Kuijpers klagte über Rückenschmerzen. Dekkers diagnostizierte eine Stenose und einen Bandscheibenvorfall. Der 50-jährige Niederländer lag im Mai 2004 sieben Stunden auf dem OP-Tisch. Im August 2004 konnte Kuijpers kaum noch laufen. Er wurde noch einmal operiert. Die Rechnung wurde ihm generös erlassen. Was blieb, waren Schmerzen und die Diagnose eines von Anwalt Putz beauftragen Facharztes: „Operationsbedürftige Stenosen lagen nicht vor“. Kuijpers kann längere Strecken nur noch im Elektro-Rollstuhl zurücklegen. Er hat sein Haus behindertengerecht umgebaut und muss Antidepressiva einnehmen. „Wir klagen auf über 100 000 Euro“, sagt Anwalt Putz. Sjaan Hesselberth (52) aus Vlaardingen hat sich ebenfalls einen deutschen Anwalt besorgt. Viermal hat sie bei Dekkers unterm Messer gelegen. OP-Kosten: 110 000 Euro. Das Blatt „de Volkskrant“ vermutet, dass 300 bis 500 Niederländer jährlich die Alpha-Klinik besuchen, in der mehrere niederländische Ärzte arbeiten.
Quelle: RP
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