Kamp-Lintfort: Adventsmarkt: beschaulich und stimmungsvoll
VON DEBORAH HAKENHOLZ - zuletzt aktualisiert: 12.12.2010 - 16:11Der Adventsmarkt am Kloster Kamp eröffnete am Samstag als letzter der dreiteiligen Weihnachtsmarktserie in der Klosterstadt. Beschaulichkeit und ruhige Atmosphäre kommen gut an. Erlös wird für soziale Aufgaben gespendet.
Nach dem Barbara- und Nikolausmarkt an den vorherigen Adventswochenenden luden die Mitglieder der St.-Josef-Schützenbruderschaft zu einem stimmungsvollen Adventsmarkt auf dem Abteiplatz ein.
Der Adventsmarkt wurde 2002 auf Wunsch der hiesigen Bevölkerung ins Leben gerufen. Die Beschaulichkeit und die ruhige Atmosphäre sind seit Jahren die Markenzeichen des Adventsmarktes.
„Im Vorfeld rufen viele Leute bei uns an, um zu wissen, wann der Markt stattfindet. Einige kommen sogar aus 40 Kilometern entfernten Städten“, sagt Theo Häsel, Schützenbruder und Ansprechpartner für den Adventsmarkt. Die stilvolle und traditionelle Stimmung des gemütlichen Adventsmarktes begeistern die Leute jedes Jahr von neuem.
Vor der Kulisse des altehrwürdigen Klosters wurden neben Glühwein und Reibekuchen auch diverse Handarbeitsprodukte verkauft. Filzarbeiten, Kräuter und Tees aus dem Klostergarten, selbstgearbeiteter Kettenschmuck und Plätzchen sowie Honig und andere Bienenprodukte waren nur ein kleiner Teil dessen, was der Markt zu bieten hatte.
Verkauft wird unter der Bedingung, dass alle Einnahmen gespendet werden. So gehen die Erlöse an sozial-caritative Projekte. 2002 wurde erstmals an die Elbeflutopfer gespendet. Rund 12 000 Euro gespendet „Solwodi“ hilft ausländischen Frauen in Deutschland, in ihrem Heimatland eine neue Identität aufzubauen. Oftmals rutschen sie in Deutschland ins Rotlicht-Milieu und schaffen den Ausstieg alleine nicht.
„Hilfe für Copceac“ sammelt Mobiliar und Kleidung für die Stadt Copceac in Moldavien. Die gesammelten Sachen werden von den Mitarbeitern persönlich zum Zielort gebracht. Das diakonische Projekt „Wellcome“ unterstützt Familien nach der Geburt eines Kindes. Letztes Jahr kamen durch die Erlöse etwa 12 000 Euro an Spendengeldern zusammen.
Obwohl das Wetter nicht wie gewünscht mitspielte, kamen viele Besucher. „Über die Jahre hatten wir auch trotz widriger Wetterumstände immer guten Zulauf“, so Theo Häsel, der die Organisation seit 2002 mit leitet. „Wir fühlen uns wie eine Adventsmarkt-Familie. Wer einmal dabei gewesen ist, bleibt auch immer dabei“.
Über das Wochenende verteilt gab es für die Besucher ein kleines musikalisches Programm. Samstagmittag spielten die Turmbläser und der Posaunenchor Hoerstgen. Am Sonntag gaben die Jagdhornbläser und das Big Band Orchester Kamp-Lintfort ihr Können zum Besten.
Für die ganz kleinen Besucher gab es stündlich eine Märchenvorlesung und einen kleinen Streichelzoo mit Kaninchen, Esel, Ziegen und Schafen in der Mitte des Adventsmarktes.
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